Spanien hat erneut mit Unwettern zu kämpfen. Kaum ist Sturm Ingrid vorbei, zieht seit Sonntag Sturm Joseph über das Land und sorgt für viel Regen, starken Wind und gefährliche Situationen. Da der Boden bereits gesättigt ist, können die Folgen schnell größer werden. Wetterdienste und Behörden warnen daher vor plötzlichen Veränderungen und rufen zu besonderer Vorsicht auf.
Besonders stark betroffen ist Galicien. Dort gilt in einigen Gebieten die höchste Warnstufe. In kurzer Zeit können mehr als 120 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. In Teilen der Provinz Pontevedra wurden Schulen geschlossen und der Schulbusverkehr eingestellt, um Unfälle zu vermeiden.
Durch den anhaltenden Regen können Flüsse schnell ansteigen. Dies erhöht die Gefahr von Sturzfluten und dem Überlaufen von Wasserläufen. Auch in Städten kann es zu Problemen kommen, da Kanalisationen und Entwässerungssysteme das Wasser nicht schnell genug abführen können.
Nicht nur Galicien ist stark betroffen. Auch in weiten Teilen von Andalusien, Castilla-La Mancha und Nordspanien wird viel Regen erwartet. Lokal kann es zu Gewittern und Hagel kommen, was die Situation noch gefährlicher macht, insbesondere auf den Straßen.
In Bergregionen sinkt die Schneefallgrenze und es fällt zunächst Schnee, der später durch Regen wieder schmilzt. Dieses zusätzliche Schmelzwasser fließt in die Flüsse und kann den Wasserstand noch schneller ansteigen lassen. Dadurch steigt das Risiko von Überschwemmungen weiter an.
Entlang der Küsten spielt auch der Wind eine große Rolle. Es werden sehr starke Windböen erwartet, und auf See können Wellen von mehr als sechs Metern Höhe entstehen. Dies macht das Segeln und Aktivitäten entlang der Küste gefährlich. Im Osten Spaniens, beispielsweise entlang der Mittelmeerküste, auf den Balearen und auf den Kanarischen Inseln, bleibt das Wetter vorerst ruhiger.
Quelle: Agenturen




