Südkorea steht vor seiner zweiten Corona-Welle

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Südkorea meldete heute (03.07.2020) 63 neue Fälle von COVID-19, ein Zwei-Wochen-Hoch, das hauptsächlich auf Ausbrüche außerhalb Seouls zurückzuführen ist, wo sich die Infektionen im vergangenen Monat konzentrierten, was darauf hindeutet, dass das Land mit einer zweiten Infektionswelle konfrontiert ist.

Die am Donnerstag ermittelten und am Freitag vom Korean Center for Infectious Disease Prevention and Control (KCDC) veröffentlichten Daten sind die höchsten, seit das Land am 20. Juni 67 neue Fälle meldete.

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Während Seoul und die umliegende Region die meisten neuen Fälle (28) zu verzeichnen hatten, gab es in anderen Städten mehrere Infektionen, die jetzt mit den jüngsten Ausbrüchen in Verbindung gebracht werden, nachdem die meisten Infektionen im letzten Monat vor allem in der Hauptstadtregion aufgetreten sind.

Die Stadt Daegu (230 km südöstlich von Seoul), die im Mittelpunkt des größten Ausbruchs des Landes seit Beginn der Pandemie stand, meldete heute 13 Fälle, von denen 10 lokal übertragen wurden. Es ist das erste Mal seit drei Monaten, dass die Zahl der täglichen positiven Meldungen in dieser Stadt 10 überschritten hat.

Daegu und die umliegende Nord-Gyeongsang-Provinz machen immer noch 64 Prozent aller gemeldeten Fälle im Land aus, was auf den Ausbruch im Zusammenhang mit der religiösen Sekte Shincheonji zurückzuführen ist.

Unterdessen meldeten die Städte Daejeon (Zentrum) und Gwangju (Südwesten) 4 bzw. 6 neue Fälle im Zusammenhang mit zwei Ausbrüchen, die ihren Ursprung in einem Tür-zu-Tür-Verkaufsgeschäft bzw. in einem buddhistischen Tempel hatten.

Aufgrund dieser neuen Ausbrüche wurden an diesem Tag landesweit insgesamt 522 Schulen geschlossen, eine Rekordzahl, seit das Land am 20. Mai mit der Wiedereröffnung der Schulen begann.

Insgesamt hat Südkorea, eines der Länder, das dank seines Verfolgungssystems die Pandemie am besten ohne Eindämmung oder Schließung der Grenzen bewältigt hat, 12.967 Fälle von COVID-19 gemeldet.

Allerdings sind derzeit nur 926 (7,1% der Gesamtzahl) aktive Fälle. Derzeit sind jedoch nur 926 (7,1% der Gesamtzahl) aktiv. 282 Menschen sind in dem asiatischen Land an dem Virus gestorben, was eine Todesfallrate von 2,19% ergibt.