Talayot-Siedlung Capocorb Vell

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Archäologische Stätten | Talayot-Siedlung Capocorb Vell
07620 Llucmajor · Ctra. Cap Blanc – Llucmajor

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Capocorb Vell ist eine der am besten ausgegrabenen talayotischen Siedlungen auf den Balearen und zählt zu den größten und wichtigsten megalithischen Anlagen des westlichen Mittelmeers. Das freigelegte und heute zugängliche Gelände umfasst rund 7000 m². Die andere Hälfte der gesamten vorgeschichtlichen Stadt liegt noch unter den anliegenden landwirtschaftlichen Flächen. Die Siedlung war auch eine der ersten, an denen Ausgrabungen durchgeführt wurden.

Die Siedlung befindet sich in einer Ebene, ca. 100 Meter über dem Meeresspiegel. Capocorb Vell besteht aus drei runden und vier quadratischen Talaiots (Wehranlagen), die von mehreren Bauten umschlossen werden. In der näheren Umgebung finden sich zahlreiche kleinere Talaiots und andere Gebäude. Die Siedlung wurde durch die Archäologen Ch. Watelin (Frankreich) und Albert Mayr (Deutschland) erforscht. Die ersten wissenschaftlichen Ausgrabungen erfolgten zwischen 1910 und 1920 unter der Leitung von José Colominas Roca und standen unter der Schirmherrschaft von Luis Pericot, einem Spezialisten für spanische Vorgeschichte.

Wissenschaftler vermuten, dass es sich um eine Wehrsiedlung für rund 500 Bewohner aus der Frühzeit der Talayot-Kultur (12. Jahrhundert vor Christus) handelt.

Beitrag aktualisiert am 03.09.2013 | 12:55