Tony Grox und Lucycalys haben das Benidorm Fest 2026 gewonnen, aber dieses Mal gab es kein Ticket für den Eurovision Song Contest. Es war die erste Ausgabe des Musikfestivals, die völlig unabhängig vom europäischen Songwettbewerb war, was zu einer auffälligen Veränderung im Aufbau und in der Atmosphäre der Veranstaltung führte.
Spanien hat sich in diesem Jahr zusammen mit mehreren anderen europäischen Ländern entschieden, aufgrund des Konflikts zwischen Palästina und Israel und weil Israel am Wettbewerb teilnimmt, nicht am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Dadurch erhielt der Sieg in Benidorm eine andere Bedeutung als in den Vorjahren.
In diesem Jahr hat der spanische öffentlich-rechtliche Rundfunk RTVE daher beschlossen, das Benidorm Fest nicht mehr automatisch als Auswahlverfahren für den Eurovision Song Contest zu nutzen. Damit erhielt das Festival eine unabhängigere Rolle innerhalb der spanischen Musikwelt. Nach Ansicht der Organisation bietet dies mehr Raum für künstlerische Freiheit und Innovation.
Für viele Zuschauer war es zunächst ungewohnt, dass der Gewinner nicht zum Eurovision Song Contest fährt. Dennoch sorgte dies laut den Organisatoren für weniger Druck bei den Künstlern. Der Fokus lag ganz auf der Musik und dem Spektakel, statt auf internationalen Erwartungen oder strategischen Entscheidungen, um in Europa Punkte zu sammeln.
Sie dankten ihren Fans für die Unterstützung und betonten, dass dieser Preis für sie eine Anerkennung ihrer harten Arbeit sei. Auch wenn im Mai keine internationale Bühne auf sie wartet, öffnet der Sieg doch andere Türen innerhalb Spaniens und möglicherweise auch darüber hinaus.
Mit diesem neuen Kurs scheint das Benidorm Fest eine eigene Identität aufbauen zu wollen, unabhängig vom Eurovision Song Contest. Ob dieses Experiment auch in den kommenden Jahren fortgesetzt wird, hängt von den Reaktionen des Publikums und den Einschaltquoten ab. Eines ist sicher: Die Ausgabe 2026 markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte des Festivals.
Quelle: Agenturen





