Die Trinkwasserversorgung in den kleinen Gemeinden der Serra de Tramuntana auf Mallorca wird mit fortschreitendem Sommer immer schwieriger. Banyalbufar musste die im Juli eingeleiteten restriktiven Maßnahmen verschärfen und hat am vergangenen Dienstag damit begonnen, der Bevölkerung 12 Stunden am Tag das Trinkwasser abzusperren. Auf diese Weise stehen die Nachbarn zwischen 23 Uhr und 11 Uhr des folgenden Tages ohne Wasser da.
Die Maßnahme, so erklärt der amtierende Bürgermeister Joan Vives, musste ergriffen werden, weil die Gemeinde derzeit nur mit Wasser versorgt wird, das von Lastwagen angeliefert wird. „Obwohl wir uns auf eine bestimmte Anzahl von Lastwagen pro Tag geeinigt haben, wird diese nicht immer eingehalten. Außerdem fällt dies mit einer für den Monat August typischen Verbrauchsspitze in der Stadt zusammen, die wir nicht bewältigen können“, erklärt er.
Angesichts dieser Situation hat der Stadtrat beschlossen, die Versorgung dauerhaft einzuschränken, ohne ein konkretes Datum für die Wiederherstellung der Normalität zu nennen.
Die Dürresituation in der Gemeinde hat sich auch dadurch verschärft, dass die mit der Regierung vereinbarte Bohrung des Notbrunnens keine Früchte getragen hat. „Es wurde kein Trinkwasser gefunden. Es gab zwar Wasser, aber es war schmutzig. Es wird also ein langer Sommer werden, und wir werden Lastwagen einsetzen müssen“, beklagt der Bürgermeister.
In der Gemeinde Estellencs hat der Bürgermeister Bernat Isern den täglichen Wasserverbrauch der Einwohner ebenfalls eingeschränkt, und zwar von derzeit 110 auf 75 Liter pro Person und Tag. Darüber hinaus bestätigte Isern gestern gegenüber Ultima Hora, dass das Ajuntament aufgrund der kritischen Situation des städtischen Tanks ebenfalls erwägt, die Wasserversorgung zwischen elf Uhr abends und sieben Uhr morgens einzustellen.
Unterdessen kommt es in Esporles in der Siedlung Ses Rotgetes weiterhin zu zeitweiligen Wasserausfällen. Von 8 bis 14 Uhr ist das Wasser in den Straßen 6, 9, 12 und 13 verfügbar, von 14 bis 8 Uhr in den übrigen Straßen. Der Bürgermeister von Esporles, Josep Ferrà, kündigte außerdem an, dass er in der nächsten Woche ein Dekret erlassen wird, in dem die tägliche Verbrauchsgrenze festgelegt wird. Diese Menge wurde noch nicht berechnet.
Auch Puigpunyent musste aufgrund der Trockenheit, unter der die städtischen Brunnen leiden, Beschränkungsmaßnahmen ergreifen. Bürgermeister Antoni Marí versichert, dass die Wasserressourcen seit einigen Jahren abnehmen, so dass Maßnahmen wie das Verbot des Auffüllens von Schwimmbädern, der Bewässerung von Gärten und Obstplantagen sowie jeglicher Verwendung von Wasser zu Zierzwecken ergriffen werden mussten. Puigpunyent hat eine Beihilfe für den Bau von zwei Brunnen auf Gemeindegrund erhalten.
Quelle: Agenturen




