In Spanien leben derzeit 463.347 Menschen von einer beitragsfreien Rente. Dabei handelt es sich um Leistungen für Personen, die nicht genügend Beitragsjahre angesammelt haben, um Anspruch auf eine reguläre Rente über die Sozialversicherung zu haben. Es sind fast eine halbe Million Menschen, die mit einem sehr geringen Betrag auskommen müssen.
Im Jahr 2026 beträgt die volle beitragsfreie Rente 8.803,20 Euro pro Jahr. Dieser Betrag wird in zwölf Monatsraten sowie zwei zusätzlichen Zahlungen ausgezahlt. Umgerechnet ergibt das durchschnittlich 628,8 Euro pro Monat. Bei den Altersrenten lag der Durchschnittsbetrag im Februar bei 614,14 Euro pro Monat. Insgesamt erhielten 298.415 Menschen eine solche Leistung. Bei der beitragsfreien Erwerbsunfähigkeitsrente waren es 164.932 Empfänger mit einem Durchschnitt von 686,57 Euro pro Monat.
Den Zahlen zufolge liegt diese Rente nach wie vor deutlich unter dem spanischen Mindestlohn. Dieser Mindestlohn beträgt im Jahr 2026 brutto 17.094 Euro pro Jahr, verteilt auf vierzehn Zahlungen von 1.221 Euro pro Monat. Vor allem Rentner mit einer beitragsfreien Altersrente kommen dadurch auf etwa die Hälfte des Mindestlohns.
Obwohl diese Leistungen im Januar um 12 Prozent erhöht wurden, bleibt die finanzielle Lage vieler Empfänger schwierig. Auch in den vergangenen Jahren stiegen die Beträge bereits an, unter anderem um 9 Prozent im Jahr 2025 und um 7 Prozent im Jahr 2024. Dennoch sind viele Rentenorganisationen der Ansicht, dass die Unterstützung immer noch nicht ausreicht, um Fixkosten, Lebensmittel und unerwartete Ausgaben zu bezahlen.
Vor allem ältere Frauen sind von dieser Situation betroffen, da sie früher oft keine oder kaum bezahlte Arbeit verrichteten und daher keine volle Rente aufbauen konnten. Seit der Pandemie sind die Beträge jedoch deutlich gestiegen. Ende 2019 lag die durchschnittliche beitragsfreie Altersrente noch bei 382,84 Euro pro Monat. Ende 2025 war dieser Betrag auf 557,40 Euro gestiegen.
Quelle: Agenturen





