UGT distanziert sich von dem Müllstreik auf Mallorca

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Der Müllstreik auf Mallorca wird fortgesetzt. Er soll heute Abend (14.10.2021) um 21.00 Uhr in den meisten Gemeinden der Balearen beginnen. Die Gewerkschaft UGT hat den Streik im Hinblick auf eine grundsätzliche Einigung mit dem Arbeitgeberverband AERLIB und dem Verband der lokalen Gebietskörperschaften (FELIB) über einen autonomen Tarifvertrag abgesagt. Die Gewerkschaft CCOO hält jedoch dagegen und ruft zum Streik auf.

Laut UGT verbessert die Vereinbarung im Prinzip “die Arbeitsbedingungen in der Branche erheblich”, so die UGT in einer Erklärung, in der sie versichert, dass “die Gelegenheit, endlich einen Tarifvertrag zu haben, der die Situation der Arbeitnehmer regelt und würdigt, nicht verpasst werden darf”.

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UGT distanziert sich von dem Müllstreik auf Mallorca

Die UGT hat der FELIB und dem Arbeitgeberverband ein Dokument mit Vorschlägen vorgelegt, “um zu versuchen, den mehrheitlichen Willen des Sektors, durch einen Tarifvertrag geregelt zu werden, der die Gehälter deutlich erhöht und die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert, nicht zu vereiteln”.

Nach Angaben der Gewerkschaft werden 80 % der auf dem Archipel tätigen Abfall- und Reinigungsunternehmen “sofort und ohne Zwischenfälle” dem Tarifvertrag beitreten können.

Für diejenigen, für die es keine Lohnüberprüfung gibt, “werden wir weiter darüber verhandeln, wie wir sie anwenden können”.

Für 20 % der Verträge, wie z.B. den der Mancomunitat del Raiguer, wird eine Kommission aus FELIB, Arbeitgebern und Gewerkschaften eingesetzt, “um eine rechtliche Lösung zu finden, die die Möglichkeit der Kündigung der Verträge vorsieht, damit die Vereinbarung kurzfristig angewendet werden kann”.

Die Grundsatzvereinbarung sieht vor, dass diese Kommission innerhalb von zwei Monaten einen Bericht vorlegt, damit jedes Vertragsunternehmen und jeder Stadtrat mögliche Lösungen mit dem Ziel der Einhaltung der regionalen Vereinbarung prüfen kann.

Die UGT hat versichert, dass sie “starke Druckmaßnahmen” ergreifen wird, wenn diese Unternehmen und Gemeinden die Vorschläge nicht akzeptieren, um den regionalen Tarifvertrag für die Müllabfuhr und Straßenreinigung anwenden zu können.

Die Gewerkschaft betonte, dass “ein großer Teil der Unruhe im Sektor darauf zurückzuführen ist, dass die Kommunalverwaltungen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen: die Lastenhefte bereitzustellen, sie mit Mitteln auszustatten und sie ohne Verzögerungen zu bearbeiten”.

Die UGT hat gewarnt, dass “diejenigen, die sich dennoch für restriktive Formeln entschieden haben, die den Sektor noch prekärer gemacht haben, die Konsequenzen ihrer Entscheidungen tragen müssen”.

Die Gewerkschaft bekräftigt ihren Willen, “die Verhandlungen zu konsolidieren”, schließt aber nicht aus, dass die Mobilisierungen zur Lösung des Konflikts wieder aufgenommen werden, wenn es keine Fortschritte gibt.

Beitrag aktualisiert am 14.10.2021 | 16:34