In Spanien hinken viele Städte mit der Einführung von Umweltzonen hinterher, obwohl diese bereits seit 2023 vorgeschrieben sind. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Dutzende von Gemeinden ihre Vorschriften noch nicht verabschiedet oder noch nicht einmal mit den Vorbereitungen begonnen haben.
Nach Angaben des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel wird es Anfang 2026 insgesamt 58 aktive Umweltzonen geben. Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen umweltschädliche Fahrzeuge beschränkt werden, um die Luftqualität zu verbessern. Dennoch ist diese Zahl viel geringer als die Anzahl der Städte, die laut Gesetz eine solche Zone einrichten müssen.
Insgesamt sind 91 Gemeinden mit der Ausarbeitung von Vorschriften für eine Umweltzone beschäftigt, aber fast zwanzig Städte haben noch keine offizielle Entscheidung getroffen. Damit liegen sie deutlich hinter dem Zeitplan zurück, den die Regierung festgelegt hat.
Auffällig ist, dass vor allem Städte in touristischen Gebieten und auf den Inseln hinterherhinken. So haben Orte wie Arona, Orihuela, Ferrol und El Puerto de Santa María ihre Vorschriften noch nicht fertiggestellt. Auch auf Inseln wie Mallorca, Ibiza, Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote wurden die Verfahren noch nicht eingeleitet.
Gemäß dem Klimagesetz müssen alle Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern und bestimmte andere Gebiete seit 2023 über eine Umweltzone verfügen. Ziel ist es, die Emissionen schädlicher Stoffe zu reduzieren und die Gesundheit der Einwohner zu verbessern.
Große Städte wie Madrid, Barcelona, Valencia und Sevilla haben ihre Umweltzonen bereits eingeführt und setzen diese auch durch. Umweltorganisationen sind besorgt über die Nachzügler, da die Verkehrsbelastung in vielen Städten nach wie vor ein großes Problem darstellt.
Quelle: Agenturen




