UN warnen vor Hungersnot in Gaza

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Nach israelischen Angaben sind im Gazastreifen 100 weitere Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern der Vereinten Nationen eingetroffen. Diese seien am Mittwoch (21.05.2025) über den israelischen Grenzübergang Kerem Schalom in das Palästinensergebiet gebracht worden, teilte die zuständige israelische Behörde Cogat mit.

Die Lastwagen transportierten unter anderem Mehl, Babynahrung und medizinische Ausrüstung. Am Vortag hatten 93 Lastwagen den Gazastreifen erreicht.

Am Montag waren erstmals seit mehr als elf Wochen der israelischen Blockade rund zehn Lastwagen mit Hilfsgütern in den Küstenstreifen gelangt. Bei der Übergabe der Lieferungen habe es jedoch Schwierigkeiten gegeben, so die Vereinten Nationen.

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Später bestätigte die UNO, dass sie inzwischen rund 90 Lastwagenladungen mit Hilfsgütern für den Gazastreifen abgeholt und verteilt habe. UN-Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, die Vereinten Nationen hätten am Mittwoch „rund 90 Lastwagenladungen mit Gütern am Kerem-Schalom-Übergang abgeholt und in den Gazastreifen geschickt”. Damit wurden erstmals seit Anfang März Hilfsgüter in dem Palästinensergebiet verteilt.

Sobald die Lastwagen den israelischen Grenzübergang Kerem Schalom überqueren, müssen sie entladen und die Hilfsgüter auf andere LKW umgeladen werden, die sich bereits im Gazastreifen befinden. Allerdings hatte bislang keines dieser Güter diese Ladezone verlassen. Laut Dujarric lag dies daran, dass die israelischen Behörden nur einen „sehr überfüllten Bereich” zuließen, der „nicht sicher” sei.

Am Sonntag hob die israelische Regierung eine Blockade von Hilfsgütern auf, auch unter dem Druck von Verbündeten. Die Regierung wirft der islamistischen Hamas vor, die für die notleidenden Zivilisten bestimmten Hilfsgüter abzufangen und weiterzuverkaufen, um ihre Kämpfer und Waffen zu finanzieren.

Laut früheren Angaben der UN wären täglich rund 500 Lastwagenladungen nötig, um die rund zwei Millionen Palästinenser in Gaza zu versorgen.

Quelle: Agenturen