Die Verbraucherorganisation FACUA-Consumidores en Acción hat bei der Generaldirektion für das Finanzwesen (DGTFP) eine Beschwerde gegen den Unternehmer und Influencer Ángel Gaitán eingereicht. Die Beschwerde betrifft die Prägung und den Vertrieb einer „Gedenkmünze“ zu Ehren des DANA, der im Oktober 2024 über Valencia hereinbricht, ohne die erforderliche Genehmigung dieser staatlichen Stelle. Diese nicht genehmigte Münze könnte Verwirrung stiften, da sie einer Euro-Münze verblüffend ähnlich sieht.
Der Unternehmer und Influencer Gaitán teilte ein Video auf seinen Plattformen, in dem er die Münze als Werbemittel für den Verkauf seiner Produkte einsetzte. In dem Video kündigte er an, dass Kunden, die ein „exklusives Paket“ kaufen, diese „Gedenkmünze“ als Geschenk erhalten würden. Die Münze hat große Ähnlichkeit mit einer 1-Euro-Münze, was laut FACUA bei den Verbrauchern zu Verwirrung führen könnte.
Gemäß Artikel 9 des Gesetzes 10/1975 über die Regulierung von Metallmünzen ist es eine Ordnungswidrigkeit, Münzen mit dem Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels oder Gedenkmünzen ohne Genehmigung der DGTFP zu kommerziellen Zwecken nachzubilden. Führt eine solche Reproduktion zu einer Verwechslung des Verbrauchers, gilt dies als schwere Straftat.
Als Reaktion auf die Beschwerde veröffentlichte Gaitán auf der Plattform X (ehemals Twitter) ein Video, in dem er die FACUA heftig angriff. Er behauptete, dass es sich bei der Münze nicht um ein Zahlungsmittel, sondern um ein „Token“ handele und dass sie den Vorschriften für Edelmetalle und die Medaillenherstellung entspreche. Trotz der laufenden Untersuchung kündigte er an, weitere 10.000 Münzen zu prägen.
Die FACUA betonte, dass das Fehlen der erforderlichen Lizenz und die Ähnlichkeit mit einem gesetzlichen Zahlungsmittel nicht nur gegen das Gesetz verstoßen, sondern auch die Verbraucher in die Irre führen könnten. Die Organisation forderte die DGTFP auf, geeignete Maßnahmen gegen Gaitán und sein Unternehmen zu ergreifen, um die weitere Verbreitung der Münze zu verhindern und die Rechte der Verbraucher zu schützen.
Die Ausgabe von Gedenkmünzen ohne offizielle Genehmigung ist eine ernste Angelegenheit, da sie die Integrität des Geldsystems untergraben und das Vertrauen der Öffentlichkeit in rechtmäßige Zahlungsmittel beeinträchtigen kann. Um solche Probleme zu vermeiden, müssen Unternehmen und Privatpersonen unbedingt die geltenden Vorschriften einhalten.
Quelle: Agenturen





