„Unsichtbares“ Radongas fordert mehr Todesopfer als Verkehrsunfälle

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In Spanien sterben jedes Jahr etwa 1.500 Menschen an Radongas. Das ist in etwa die gleiche Anzahl von Menschen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen. Dennoch wissen viele Menschen immer noch nicht, was Radongas ist oder wie gefährlich es sein kann.

Radongas entsteht im Boden, wenn Uran, eine Substanz, die in Gestein vorkommt, zerfällt. Das Gas steigt dann langsam auf und kann in Häuser und Gebäude eindringen, insbesondere wenn diese nicht ordnungsgemäß abgedichtet sind. Wenn Sie sich längere Zeit in einem Raum mit hohen Radonwerten aufhalten, können Sie erkranken, z.B. an Lungenkrebs.

Laut Experten ist Radon für 4 % aller Todesfälle durch Lungenkrebs in Spanien verantwortlich. In einigen Regionen liegt diese Zahl sogar bei 7 %. Mehr als 10 % der Gebäude in Spanien weisen überhöhte Radonwerte auf, insbesondere in Regionen wie Galizien, Extremadura und Madrid. In Galizien sind sogar mehr als 70 % der Fläche gefährdet.

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Menschen, die im Erdgeschoss oder im Keller leben oder arbeiten, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, Radongas einzuatmen. Das Gas dringt hauptsächlich durch den Boden ein. Es kann aber auch weiter oben in einem Gebäude vorhanden sein, beispielsweise durch Baumaterialien oder Wasserleitungen. Häuser mit Keller, alte Häuser oder Gebäude mit Rissen in den Wänden oder im Boden sind besonders gefährdet.

Nicht nur in Wohnhäusern, sondern auch in öffentlichen Gebäuden kann der Radongehalt zu hoch sein. Messungen haben ergeben, dass 30 % der Museen und Bibliotheken überhöhte Radonwerte aufweisen. Auch in 25 % der Schulen und 20 % der Regierungsgebäude ist der Radongehalt zu hoch. Im Vergleich zu Bankgebäuden sind diese Gebäude sechsmal stärker kontaminiert.

Seit Juni 2024 ist es Pflicht, an einigen Arbeitsplätzen den Radongehalt zu messen. Dies gilt insbesondere für Arbeitsplätze in Risikobereichen, wie z.B. im Erdgeschoss oder in Kellern. Auch an Orten wie Bergwerken und Wasseraufbereitungsanlagen müssen Messungen durchgeführt werden. Diese Messungen müssen von speziellen, von der Regierung zugelassenen Laboren durchgeführt werden.

Die Regierung hat einen Plan zur Bekämpfung des Radonproblems in den nächsten fünf Jahren erstellt. Sie möchte die Anzahl der Messungen erhöhen und Gebäude sicherer machen. Es gibt auch eine Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitsministerium und einer Organisation, die alles im Zusammenhang mit Strahlung überwacht.

Was können Sie selbst tun? Sorgen Sie für eine gute Belüftung Ihres Zuhauses, dichten Sie alle Löcher und Risse im Boden und in den Wänden ab und lassen Sie Messungen durchführen, wenn Sie in einem Risikogebiet leben. So können Sie verhindern, dass Sie durch dieses unsichtbare und gefährliche Gas erkranken.

Quelle: Agenturen