Unterhaltszahlung für Haustiere nach der Scheidung

Vorlesen lassen? ↑↑⇑⇑↑↑ | Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

In der heutigen Gesellschaft werden Haustiere als vollwertige Familienmitglieder und nicht nur als kuschelige Begleiter angesehen. Daher ist es verständlich, dass das Wohlergehen dieser geliebten Tiere auch bei einer Scheidung berücksichtigt wird. Ein kürzlich ergangenes Urteil eines Gerichts in Vigo hat neue Maßstäbe für den Umgang mit Haustieren nach einer Scheidung gesetzt.

In der Vergangenheit wurden Haustiere oft als Besitz angesehen, so dass ihre Aufteilung bei einer Scheidung eine Frage des Eigentumsrechts war. Heutzutage erkennen jedoch immer mehr Gerichte an, dass es sich bei Haustieren um Lebewesen mit Bedürfnissen und Gefühlen im Sinne des Gesetzes handelt. Dies hat zu einem Wandel in der rechtlichen Behandlung von Haustieren in Scheidungsfällen geführt.

Der Fall des Ehepaars Vigo ist ein deutliches Beispiel für diese veränderte Einstellung. Das Gericht entschied nicht nur, dass die Ehefrau sich um das Haustier kümmern muss, sondern auch, dass der Ehemann einen monatlichen Beitrag von 40 € zahlen muss, um die normalen Kosten für das Tier und eventuelle Tierarztkosten zu decken.

Lesetipp:  Diese Strände in Europa sind am meisten überfüllt
Jetzt entdecken: Krimis zum Wohlfühlen

Dieses Urteil spiegelt die zunehmende Anerkennung der besonderen Stellung von Haustieren im modernen Familienleben wider. Die Festlegung des Sorgerechts und der finanziellen Verantwortung für das Tier trägt dem Wohlergehen des Tieres Rechnung und macht beide Parteien für dessen Pflege verantwortlich.

Das Urteil des Gerichts in Vigo ist nicht das einzige, das die besondere Bindung zwischen Menschen und ihren Haustieren anerkennt. In einem anderen viel beachteten Fall beschloss eine Frau aus Shanghai, ihr gesamtes Vermögen ihren Haustieren und nicht ihren Kindern zu vermachen.

Diese Beispiele zeigen, dass immer mehr Menschen bereit sind, für die Versorgung ihrer Haustiere auch nach deren Tod finanzielle Vorsorge zu treffen. Dies spiegelt nicht nur die starke emotionale Bindung wider, die Menschen zu ihren Tieren entwickeln können, sondern auch die wachsende Anerkennung der besonderen Bedürfnisse und Rechte von Haustieren.

Quelle: Agenturen