Unterkünfte im Nationalpark Cabrera

2014 wird die erste Unterkunft auf Cabrera eröffnet. Dies ist nícht nur neu, sondern auch die erste in einem spanischen Nationalpark, sehr zum Leidwesen nicht nur von Umweltschützern.

Ähnlich wie Berghütten in den Alpenregionen soll dieses “Refugio” Besuchern, die auf eine Mitfahrt auf den offiziellen Fähren angewiesen sind, die Möglichkeit des Übernachtens bieten. Die Kapazität der “Unterkunft” soll bei maximal 24 Gästen liegen.

Dies steht im Widerspruch zu den bisherigen Auflagen, war es doch nur Fischern gestattet über Nacht auf Cabrera zu bleiben. Und das auch nur wenn eine entsprechende Pacht bezahlt wird.

Die Baukosten werden mit knapp € 200.000.- beziffert, dieses Geld komme aus der “Miete der Bojen die die Fischer an die Regierung zahlen”. Betrieben wird die “Unterkunft” vom Unternehmen “TRAGSA”, einer Holding der staatlichen Gesellschaft für Unternehmensbeteiligungen “SEPI”. Bereits seit dem Frühjahr 2013 wird das Informationszentrum des Nationalparks Cabrera in Colònia de Sant Jordi auch von “TRAGSA” betrieben.

Und jetzt schon macht sich Widerstand breit. Toni Muñoz vom Vogelschutzverband Grup d’Ornitologia Balear (GOB) kritisierte die „letztendlich wirtschaftliche Interessen, die nicht mit den ökologischen Vorgaben übereinstimmen müssen“. Und auch wenn “TRAGSA” ein öffentliches Unternehmen ist und verantwortlich für Besucher und Installationen auf Cabrera, so ist „doch die wirkliche Absicht die Privatisierung der Dienstleistungen”.

Foto: wikipedia

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