Die Fluggesellschaften haben rund 1.300 oder 80 % der für Donnerstag und Freitag in München geplanten Flüge aufgrund des 48-stündigen Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di abgesagt, um bessere Löhne für die im öffentlichen Sektor und bei den Bodenabfertigungsdiensten beschäftigten Flughafenmitarbeiter zu fordern.
„Die Fluggesellschaften haben rund 80 % ihrer Flüge gestrichen. Weitere Streichungen sind nicht auszuschließen. Es ist mit erheblichen Auswirkungen auf den Verkehrsbetrieb zu rechnen. Den Passagieren wird daher dringend empfohlen, sich vor dem Aufbruch zum Flughafen bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren“, heißt es auf der Website des Münchner Flughafens.
Für diesen Donnerstag (27.02.2025) und Freitag waren am zweitgrößten deutschen Flughafen jeweils rund 830 Starts und Landungen geplant, sodass eine Annullierung von 80 % der Flüge mehr als 1.300 entspricht.
Der Warnstreik begann am Donnerstag um 00.00 Uhr (Mittwoch 23.00 Uhr GMT) und wird bis Freitag Mitternacht (23.00 Uhr GMT) andauern. Mit dieser Protestaktion wollen die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von 8 %, mindestens jedoch 350 Euro pro Monat, sowie drei zusätzliche freie Tage für die Beschäftigten aushandeln.
In Hamburg hingegen hat der von ver.di ausgerufen 48-stündige Warnstreik, mit dem dieselben Verbesserungen für die Beschäftigten der Flughafen AG sowie für die in den Bereichen Wartung, IT-Dienstleistungen, Flughafensicherheit, Passagierabfertigung und Gepäckabfertigung Beschäftigten gefordert werden, bisher nur geringe Auswirkungen auf den Flugverkehr. Aufgrund des Streiks auf diesem Flughafen wurden heute Morgen nur sieben Flüge, die meisten davon nach München, annulliert.
Der Streik begann am Mittwochabend mit dem Beginn der Nachtschicht und wird bis Freitagabend andauern. Die Sicherheitskräfte, die die Fluggäste kontrollieren, werden nicht streiken.
„Die Gewerkschaft ver.di hat erneut zu einem Streik aufgerufen. Es ist mit Verspätungen und Störungen zu rechnen. Wir empfehlen allen Reisenden, den Status ihrer Flüge regelmäßig zu überprüfen und sich bei Bedarf mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen. Planen Sie zusätzliche Zeit ein und kommen Sie frühzeitig zum Flughafen“, heißt es auf der Website des Flughafens, wo den Passagieren auch geraten wird, möglichst nur mit Handgepäck zu reisen oder das aufgegebene Gepäck auf ein Minimum zu reduzieren.
Für Donnerstag und Freitag waren insgesamt mehr als 500 Starts und Landungen am Hamburger Flughafen geplant. Bereits am Montag waren rund 50 000 Fluggäste von einem eintägigen Warnstreik betroffen, den ver.di an den beiden wichtigsten Flughäfen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Köln/Bonn und Düsseldorf, mit den gleichen Forderungen ausgerufen hatte.
Am Flughafen Düsseldorf wurden mehr als die Hälfte der 334 geplanten Starts und Landungen gestrichen, und am Flughafen Köln/Bonn blieben 106 Flüge am Boden, was zwei Dritteln der geplanten Verbindungen entspricht.
Quelle: Agenturen




