Verbot von Ferienwohnungen rund um Barcelona

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Das geplante Verbot von Ferienwohnungen in Barcelona ab 2028 findet in verschiedenen Städten rund um die katalanische Hauptstadt Nachahmer. Immer mehr Gemeinden in der unmittelbaren Umgebung wollen dieselbe Maßnahme einführen, um den Druck auf den Wohnungsmarkt zu verringern und die Lebensqualität der Einwohner zu schützen.

Barcelona hatte zuvor angekündigt, dass alle rund 10.500 Ferienwohnungen in der Stadt bis 2028 verschwinden sollen. Die bestehenden Genehmigungen werden dann nicht mehr verlängert, wodurch diese Wohnungen wieder für reguläre Bewohner verfügbar werden müssen. Die Stadtverwaltung will damit die Wohnungskrise bekämpfen und die steigenden Mietpreise bremsen.

Nun folgen auch mehrere umliegende Gemeinden diesem Beispiel. Städte wie L’Hospitalet de Llobregat, Sant Adrià de Besòs, Esplugues, Cornellà und Sant Feliu de Llobregat erwägen, ihre Ferienwohnungen ebenfalls bis 2028 verschwinden zu lassen. Die meisten dieser Gemeinden wollen den Druck durch den Tourismus verringern und mehr Wohnraum für die Einwohner freimachen.

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Andere Gemeinden entscheiden sich für einen weniger strengen Ansatz. In Badalona will die Stadtverwaltung beispielsweise keine neuen Genehmigungen für Ferienwohnungen mehr erteilen, die bestehenden Wohnungen bleiben jedoch weiterhin erlaubt. Damit soll vor allem verhindert werden, dass diese Stadt zu einem Zufluchtsort für neue Ferienvermietungen wird, nachdem andere Gemeinden strengere Regeln eingeführt haben.

Es gibt auch Orte, an denen vorerst kein vollständiges Verbot geplant ist. Gemeinden wie El Prat de Llobregat und Sant Cugat del Vallès wollen ihre derzeitigen Regeln beibehalten und zunächst abwarten, wie sich die Situation entwickelt, bevor sie drastische Maßnahmen ergreifen.

Die Debatte über Ferienwohnungen wird in der Region schon seit längerem geführt. Verschiedene Gemeinden hatten bereits seit 2023 vorübergehende Stopps oder Beschränkungen für neue Genehmigungen eingeführt. Ziel ist es, zu verhindern, dass Ferienvermietungen den Wohnungsmarkt weiter unter Druck setzen und dass Einwohner ihre Stadt aufgrund steigender Preise verlassen müssen.

Dennoch ist noch nicht sicher, ob alle Pläne letztendlich umgesetzt werden. Denn für 2028 sind erneut Kommunalwahlen geplant. Neue politische Mehrheiten könnten den Kurs ändern und möglicherweise andere Entscheidungen bezüglich der touristischen Vermietung in der Region um Barcelona treffen.

Quelle: Agenturen