Die Polizei in Málaga hat verhindert, dass ein Neugeborenes für 3.000 Euro verkauft wurde. Die leibliche Mutter soll eine Vereinbarung mit einem Paar getroffen haben, das seit längerer Zeit unter Fruchtbarkeitsproblemen litt. Sie wollten das Baby direkt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus mitnehmen, als wäre es ihr eigenes Kind.
Die Ermittlungen begannen, als die regionale Kinderschutzbehörde wegen Unklarheiten rund um die Geburt und Versorgung des Babys einschritt. Bei der Befragung der Mutter stellten die Beamten mehrere Widersprüche fest. Dies führte zu Zweifeln an ihrer Geschichte und zu einer eingehenderen Untersuchung der Beteiligten.
Die Polizei stellte fest, dass sich der Mann des Paares sogar als Vater in das Melderegister hatte eintragen lassen, ohne irgendeine biologische Verbindung zu dem Kind zu haben. Nach Ansicht der Ermittler deutet dies auf den Versuch hin, die Übergabe offiziell und legal erscheinen zu lassen.
Durch schnelles Handeln konnte verhindert werden, dass das Baby tatsächlich in die Hände des Paares gelangte. Das Kind wurde inzwischen in einer Notpflegestelle untergebracht, die von der Junta de Andalucía beaufsichtigt wird. Die Behörden betonen, dass das Wohl des Babys an erster Stelle steht.
Sowohl die Mutter als auch das Paar werden nun unter anderem der Urkundenfälschung und des Missbrauchs familienrechtlicher Verfahren verdächtigt. Der Fall wird weiter untersucht und wird wahrscheinlich zu einem umfangreichen Gerichtsverfahren führen.
Quelle: Agenturen




