Der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Präsident Xi Jinping haben am Mittwoch (04.02.2026) während einer Videokonferenz kurz vor Ablauf des START-III-Vertrags, dem letzten Vertrag zur nuklearen Abrüstung, der noch zwischen Russland und den USA in Kraft ist, über die strategische Zusammenarbeit zwischen ihren Ländern gesprochen.
„Angesichts der zunehmenden Turbulenzen in der Welt bleibt die außenpolitische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Peking ein wichtiger stabilisierender Faktor“, sagte Putin zu Beginn des im Fernsehen übertragenen Gesprächs.
Er versicherte, dass Moskau bereit sei, „die engstmögliche Koordinierung“ in globalen und regionalen Fragen fortzusetzen, „in denen das russisch-chinesische Tandem eine führende Rolle spielt“.
Gleichzeitig betonte er, dass der Handelsaustausch im Jahr 2025 erneut 200 Milliarden Dollar überschritten habe und dass Russland weiterhin der wichtigste Exporteur von Kohlenwasserstoffen in das asiatische Riesenreich sei, während Indien – laut Angaben der USA – den Import von russischem Öl eingestellt habe.
Xi zeigte sich bereit, mit dem Kremlchef über „strategische Fragen“ zu sprechen. Die Nachrichtenagentur Xinhua hat bislang keine Details über den Grund und den Inhalt des Gesprächs bekannt gegeben.
Der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, erklärte anschließend in seiner täglichen Telefonpressekonferenz, dass die Videokonferenz eine seit 2020 gepflegte Tradition sei. Er fügte hinzu, dass die Tagesordnung sowohl bilaterale als auch internationale Themen umfasse.
Sowohl Russland als auch China haben US-Präsident Donald Trump aufgefordert, die Einhaltung der im START-III-Vertrag vorgesehenen Obergrenzen um ein Jahr zu verlängern, entsprechend dem Vorschlag Putins. Trump hat nicht nur nicht auf die russische Initiative reagiert, sondern besteht auch darauf, dass China einem künftigen strategischen Abrüstungsvertrag beitritt. Peking hat dies stets abgelehnt mit dem Argument, dass sein Arsenal zehnmal kleiner ist als das der beiden Atommächte, eine Position, die von Moskau unterstützt wird.
Quelle: Agenturen



