Die Gewerkschaft UGT hat eine „völlige und absolute“ Nachlässigkeit von Ib-Salut durch das öffentliche Unternehmen Gestión Sanitaria y Asistencial (GSAIB) bei der Verwaltung der neuen Flotte von Krankenwagen angeprangert.
Die Gewerkschaft hat in einer Mitteilung darauf hingewiesen, dass seit mehr als drei Monaten Arbeitnehmer, Patienten und Nutzer durch mutmaßliche Verstöße gegen die Verkehrs- und Straßenverkehrssicherheitsvorschriften „ernsthaft gefährdet” worden seien.
Die UGT behauptet, dass ein Teil der neuen Fahrzeuge für den nicht dringenden Krankentransport, die im Rahmen eines Vertrags über 56 Millionen Euro angeschafft wurden, ursprünglich mehr als 3.500 Kilogramm wogen, was einen Führerschein der Klasse C erfordert.
Nach Angaben dieser Organisation entschied sich der Gesundheitsdienst, nachdem festgestellt worden war, dass viele Fahrer nicht über diesen Führerschein verfügten, die Krankenwagen umzubauen und technische Elemente wie Zugangsrampen zu entfernen, um ihr Gewicht zu reduzieren und das Fahren mit einem Führerschein der Klasse B zu ermöglichen.
Der Verantwortliche für Krankentransporte der Gewerkschaft UGT auf den Balearen, Javier Marín, versicherte, dass nach Analyse der technischen Unterlagen festgestellt wurde, dass die Fahrzeuge zwar ohne Insassen 3.190 Kilogramm wiegen, beim Transport von sechs Personen – zwei Technikern und vier Patienten – jedoch 3.500 Kilogramm überschreiten und 3.640 Kilogramm erreichen würden, was einen Führerschein der Klasse C erfordern würde. Darüber hinaus hat er beanstandet, dass das technische Datenblatt nur maximal vier Plätze zulässt, einschließlich der Techniker.
Drei Monate lang seien Aufträge für Fahrten mit sechs Insassen in Fahrzeugen erteilt worden, die laut Dokumentation nicht dafür zugelassen sind, was die Gewerkschaft UGT als „leichtsinnig und gefährlich” ansieht.
Die Gewerkschaft hat diese Situation mit Verzögerungen von bis zu 30 Stunden auf Mallorca und 14 Stunden auf Ibiza und Menorca bei Krankentransporten sowie mit der Verringerung der Anzahl der einsatzbereiten Krankenwagen mit Tragen in Verbindung gebracht, die von 135 Fahrzeugen im letzten Jahr auf derzeit 130 zurückgegangen sind, von denen nur 30 über eine Trage verfügen.
In diesem Sinne hat die Gewerkschaft UGT gefordert, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen und entlassen werden, und sie hat nicht ausgeschlossen, sich an höhere Instanzen und Gerichte zu wenden, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.
Quelle: Agenturen




