Die über weite Strecken des Jahres anhaltende Trockenheit auf Mallorca erfordert immer drastischere Maßnahmen. Jetzt hat die Gemeinde Puigpunyent im Tramuntana-Gebiet den Bau oder die Erweiterung von privaten Schwimmbädern verboten. Die Regelung gilt für alle Arten von Schwimmbecken oder Wasseranlagen, die der Freizeitgestaltung dienen. Auch für nicht überdachte Wasserspeicher werden keine neuen Genehmigungen mehr erteilt, es sei denn, sie dienen landwirtschaftlichen Zwecken. Die Regelung gilt zunächst für ein Jahr oder bis zur Verabschiedung weiterer Maßnahmen zum Wassersparen. Die Maßnahme gilt nicht für Anträge, die vor dem 27. März gestellt wurden.
Puigpunyent ist nicht die einzige Gemeinde, die den Bau von Schwimmbädern einschränkt. Eine ähnliche Maßnahme wurde bereits im Juni von der Gemeinde Artà eingeführt. Weitere Gemeinden, in denen der Bau von Schwimmbädern eingeschränkt wurde, sind Esporles und Banyalbufar.
In den letzten Jahren ist die Zahl der privaten Swimmingpools exorbitant gestiegen. Mittlerweile gibt es in mehr als der Hälfte der Gemeinden mindestens einen Pool pro zehn Einwohner. Spitzenreiter ist Santanyí mit durchschnittlich 4,41 Pools pro zehn Einwohner. In Deià sind es immerhin noch 3,52 Pools.
Vor allem im Sommer kommt es auf Mallorca immer wieder zu großen Wasserproblemen, so dass erhebliche Einschränkungen vorgenommen werden müssen. In der Tramuntana-Gemeinde Banyalbufar beispielsweise kam über mehrere Wochen nur zwischen 16 und 23 Uhr Wasser aus den Hähnen. Zudem wurde der Wasserverbrauch pro Einwohner und Urlauber auf 75 Liter pro Tag begrenzt.
Quelle: Agenturen




