Die spanische Post Correos hat bekannt gegeben, dass sie ab Montag, dem 25. August, vorübergehend keine Pakete mit einem Wert von bis zu 800 Dollar (ca. 682 Euro) mehr in die Vereinigten Staaten und nach Puerto Rico versenden wird. Der Grund dafür ist, dass die US-Regierung die Befreiung von Einfuhrzöllen für diese günstigen Sendungen aufhebt.
Bislang konnten Pakete unter diesem Wert problemlos ins Land gelangen, doch das ändert sich ab dem 29. August. Ab dann müssen auch für Waren mit einem geringeren Wert Einfuhrzölle entrichtet werden. Correos muss daher seine Systeme und Verfahren anpassen, unter anderem um neue Zollangaben zu verarbeiten und Steuern im Voraus einzuziehen.
Die vorübergehende Aussetzung gilt nur für Pakete mit kommerziellem Wert. Briefe, Dokumente, Bücher und Geschenke von Privatpersonen bis zu einem Wert von 100 Dollar (ca. 85 Euro) können weiterhin wie gewohnt in die USA verschickt werden. Für Kunden ändert sich in dieser Hinsicht also nichts.
Auch andere europäische Postunternehmen, darunter DHL, PostNord, Bpost und Posti, ergreifen ähnliche Maßnahmen. Laut PostEurop ist dies notwendig, um Probleme beim Zoll und Verzögerungen bei der Zustellung zu vermeiden.
Wie lange die Sperre dauert, ist noch unklar. Correos betont, dass es die Pakete in die USA so schnell wie möglich wieder versenden will, sobald die Systeme angepasst sind. Die Kunden werden informiert, sobald der Dienst wieder aufgenommen wird.
Mit den neuen Vorschriften hofft die USA, zusätzliche Einnahmen zu generieren und den unlauteren Wettbewerb durch ausländische Online-Shops einzuschränken. Für europäische Versender bedeutet dies vorerst zusätzliche Kosten und Wartezeiten.
Quelle: Agenturen





