In Torremolinos will die Gemeinde eine neue Regelung einführen, die das Aufhängen von Kleidung auf Balkonen, die zur Straße hin ausgerichtet sind, verbietet. Dabei handelt es sich beispielsweise um Handtücher, Bettwäsche, Hosen oder Unterwäsche, die von der öffentlichen Straße aus sichtbar sind. Mit dieser Maßnahme will die Gemeinde das Straßenbild verschönern.
Die Regelung ist Teil einer neuen Gemeindeverordnung, die sich mit dem Erscheinungsbild der Stadt befasst. Nach Ansicht der Gemeindeverwaltung soll dieses Gesetz dafür sorgen, dass Gebäude und Straßen ein gepflegtes und attraktives Aussehen erhalten. Dies ist laut Gemeinde auch für einen touristischen Ort wie Torremolinos wichtig.
Der Gemeinderat hat den Vorschlag bereits in erster Lesung angenommen. Dennoch ist die Regelung noch nicht endgültig. Zunächst wird der Text veröffentlicht, damit Einwohner und Organisationen ihre Meinung äußern oder gegebenenfalls Einspruch einlegen können. Danach folgt eine zweite und endgültige Abstimmung im Gemeinderat.
Nicht alle sind mit dem Plan einverstanden. Oppositionsparteien kritisieren den Vorschlag als übertrieben und elitär. Ihrer Meinung nach berücksichtigt die Gemeinde die Lebensrealität vieler Einwohner zu wenig. In vielen Wohnungen gibt es nämlich wenig Platz, um Kleidung im Haus zu trocknen.
Für viele Menschen in Spanien ist es ganz normal, Kleidung draußen auf dem Balkon zu trocknen. Vor allem in älteren Gebäuden gibt es oft keinen Trockner und wenig Platz im Haus. Deshalb befürchten einige Einwohner, dass die neue Regelung vor allem Menschen mit kleineren Wohnungen treffen wird.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob der Plan umgesetzt wird. Die Einwohner können zunächst auf den Vorschlag reagieren. Danach entscheidet der Gemeinderat, ob das Verbot von sichtbarer Wäsche auf Balkonen zur Straße hin tatsächlich eingeführt wird.
Quelle: Agenturen





