Warnblinker bei einem Stau einschalten?

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Viele Autofahrer in Spanien tun es automatisch, wenn sie sich einem Stau nähern: Sie schalten die Warnblinker ein, um andere zu warnen, dass der Verkehr plötzlich zum Stillstand gekommen ist. Allerdings ist dies laut spanischem Verkehrsgesetz nicht die offizielle Methode, um auf eine Gefahr durch plötzliches Bremsen hinzuweisen.

Die spanische Regelung, das Reglamento General de Circulación, beschreibt in Artikel 109, dass Fahrer andere durch mehrmaliges kurzes Bremsen warnen müssen. Dadurch blinken die Bremslichter und andere sehen, dass Sie Ihre Geschwindigkeit schnell verringern. Wenn dies aufgrund der Umstände nicht möglich ist, dürfen Sie Ihren Arm aus dem Fenster strecken und mit kurzen Bewegungen auf und ab winken.

Diese Regel stammt aus einer Zeit, als Autos noch kein ABS hatten. Bei starkem Bremsen musste man damals das Bremspedal loslassen, um ein Blockieren der Räder zu verhindern, wodurch die Bremslichter automatisch blinkten. Dies wurde als deutliches Signal für den nachfolgenden Verkehr angesehen.

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Heutzutage sind Autos mit modernen Bremssystemen und Hilfsfunktionen ausgestattet. Viele Modelle schalten bei einer Notbremsung sogar automatisch die Warnblinkanlage ein. Daher ist es für Fahrer logischer und sicherer, dies auch selbst zu tun, wenn sie unerwartet auf einen Stau stoßen. Warnblinkanlagen sind nämlich besser sichtbar als eine Reihe kurzer Bremsbewegungen.

Wichtig zu wissen ist, dass das spanische Gesetz die Verwendung von Warnblinkern in solchen Situationen nicht verbietet. Sie werden also nicht dafür bestraft. Die Vorschrift beschreibt lediglich, was laut Gesetz die offizielle Art der Warnung ist, aber die Praxis zeigt seit langem, dass Warnblinker ein deutlicheres und sichereres Signal sind.

Daher besteht weiterhin ein deutlicher Unterschied zwischen dem Wortlaut des Gesetzes und dem Verhalten der Autofahrer im täglichen Straßenverkehr. Und bis diese alte Regel angepasst wird, entscheiden sich viele Fahrer weiterhin für die Methode, die am auffälligsten ist und sich am sichersten anfühlt.

Quelle: Agenturen