Bilbao ist eine Stadt, die man schnell am Guggenheim-Museum, dem Fluss Nervión und ihrer lebhaften Atmosphäre erkennt. Aber woher stammt der Name eigentlich? Der Ursprung liegt weit zurück in der Zeit und sagt etwas über die Lage und die Natur rund um die Stadt in früheren Jahrhunderten aus.
Die am meisten akzeptierte Erklärung für den Namen Bilbao stammt aus dem Baskischen, der ursprünglichen Sprache der Region. Laut Sprachwissenschaftlern besteht der Name aus zwei Teilen. Der erste Teil bezieht sich wahrscheinlich auf Schilf oder sumpfigen Boden. Der zweite Teil hat mit einer tief gelegenen Stelle oder einem Tal zu tun. Zusammen könnte der Name also auf ein Gebiet mit feuchtem Boden entlang des Flusses hinweisen, was gut zu den Bedingungen der ersten Siedlungen passt.
Es gibt auch andere Theorien über die Herkunft des Namens. Einige Historiker vermuten einen lateinischen Ursprung, wobei der Name auf einen schönen oder günstigen Ort zum Überqueren des Flusses verweisen würde. Das passt zur Bedeutung des Flusses Nervión als Handelsroute und Durchgangsweg in früheren Zeiten.
In alten Dokumenten taucht der Name der Stadt in verschiedenen Formen auf. So finden sich Varianten wie Bilvao, Bilbago und Biluao in mittelalterlichen Texten. Dies zeigt, wie sich Schreibweise und Aussprache im Laufe der Jahrhunderte veränderten, bevor der heutige Name Bilbao endgültig festgelegt wurde.
Im Baskischen selbst wird die Stadt oft Bilbo genannt. Außerdem verwenden die Einwohner den Spitznamen botxo, was wörtlich „Mulde“ bedeutet. Dieser Name bezieht sich auf die Lage der Stadt, die wie in einer Mulde zwischen den umliegenden Hügeln liegt, durch die der Fluss hindurchfließt.
Der Name Bilbao sagt somit nicht nur etwas über die Sprache aus, sondern auch über die Landschaft, Geschichte und darüber, wie die Menschen diesen Ort im Laufe der Jahrhunderte erlebt haben.
Quelle: Agenturen





