Der Transportsektor der Balearen bereitet sich auf steigende Kraftstoffpreise vor. Unternehmen erwägen Anpassungen und fordern staatliche Absicherungsmaßnahmen, ähnlich denen zu Beginn des Ukraine-Kriegs.
Rafael Roig (FEBT) betont, dass Kraftstoff ein Drittel der Betriebskosten ausmacht und Preiserhöhungen die Wirtschaftlichkeit gefährden. KMU und Selbstständige arbeiten mit geringen Margen, und die Auswirkungen betreffen viele Sektoren und Verbraucher. Die Blockade der Straße von Hormus könnte die Preise weiter anheizen. Auf den Kanaren stieg der Dieselpreis bereits um 25 Cent pro Liter.
Unsicherheit herrscht im Personen- und Güterverkehr. Miquel Ramis (VTC) erklärt, dass Preiserhöhungen bei bereits gebuchten Dienstleistungen schwer umzusetzen sind. Im Güterverkehr können nur große Verträge angepasst werden, KMU tragen die Hauptlast.
Lkw-Tankfüllungen verteuern sich um 100 Euro. Zusätzlich steigen Reederei- und Ersatzteilpreise. Ezequiel Horrach (Gütertransport) befürchtet erhebliche Auswirkungen auf die Tourismussaison. Jeroni Valcaneras (PIMEM) fordert rasche staatliche Maßnahmen. Steigende Frachtraten der Reedereien könnten die Lebenshaltungskosten erhöhen.
Der Taxisektor erwägt Tarifanpassungen, falls staatliche Hilfen nicht ausreichen. Biel Moragues (Taxiverband Mallorca) warnt vor Preiserhöhungen von 25-30 %. Reedereien wie Balearia beobachten die Lage, planen aber noch keine Anpassungen, da sie über große Kraftstoffvorräte verfügen.
Quelle: Agenturen





