Wer in Spanien eine Mietwohnung hat, fragt sich vielleicht, um wie viel die Miete in diesem Jahr maximal steigen darf. Die spanische Regierung hat dafür klare Regeln aufgestellt, um Mieter vor starken Preissteigerungen zu schützen.
In den Jahren 2023 und 2024 galt eine vorübergehende Begrenzung der jährlichen Mieterhöhung. Diese wurde aufgrund der hohen Inflation eingeführt. Im Jahr 2024 durfte die Miete um maximal 3 Prozent erhöht werden. Diese Maßnahme sollte verhindern, dass Mieter plötzlich mit erheblichen zusätzlichen Kosten konfrontiert wurden.
Ab 2025 wurde ein neues System eingeführt. Die Mieterhöhung ist nicht mehr direkt an die normale Inflation gekoppelt, sondern an einen speziellen neuen Index. Dieser Index berücksichtigt verschiedene wirtschaftliche Faktoren und soll extreme Schwankungen verhindern. Dennoch bleibt eine klare Obergrenze bestehen.
Auch im Jahr 2026 darf die Miete in den meisten Fällen um maximal 3 Prozent steigen, solange der Vertrag unter die aktuellen Regelungen fällt. Vermieter dürfen also nicht einfach einen höheren Prozentsatz anwenden, es sei denn, dies ist ausdrücklich im Vertrag festgelegt und gesetzlich zulässig.
Wichtig ist, dass die Mieterhöhung nur zum jährlichen Verlängerungsdatum des Vertrags angewendet werden darf. Darüber hinaus muss der Vermieter den Mieter vorab schriftlich über die Anpassung informieren. Ohne diese Mitteilung ist eine Erhöhung nicht rechtsgültig.
Wenn Sie einen älteren Mietvertrag haben, der vor Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung abgeschlossen wurde, können andere Regeln gelten. In diesem Fall ist es ratsam, Ihren Vertrag sorgfältig zu lesen. Darin ist angegeben, welcher Index oder welche Berechnungsmethode gilt.
Mit diesen Maßnahmen will die Regierung mehr Stabilität auf dem Mietmarkt schaffen und den Mietern mehr Sicherheit geben. Dennoch bleiben die Mieten in vielen spanischen Städten hoch. Deshalb ist es wichtig, dass Sie wissen, welche Rechte Sie haben und um wie viel Ihre Miete maximal steigen darf.
Wenn Sie Zweifel haben, ob die Erhöhung korrekt ist, können Sie sich bei einer Verbraucherschutzorganisation oder einer Rechtsberatungsstelle beraten lassen. So vermeiden Sie, dass Sie mehr bezahlen, als gesetzlich zulässig ist.
Quelle: Agenturen




