Wasserknappheit auf den Kanarischen Inseln

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Auf den Kanarischen Inseln herrscht derzeit aufgrund der anhaltenden Trockenheit eine große Wasserknappheit. Mehrere Gemeinden haben daher strenge Maßnahmen zum Wassersparen eingeführt.

In den letzten Monaten ist auf den Inseln kaum noch Regen gefallen. Dies hat zu einem starken Absinken des Grundwasserspiegels geführt. Die Wasserreservoirs befinden sich auf einem für diese Jahreszeit historisch niedrigen Stand. Experten gehen davon aus, dass 2024 das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte.

Von der Wasserknappheit sind besonders die Inseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa betroffen. Auf La Gomera wurde bereits im Juli 2022 der Notstand ausgerufen. Am schlimmsten ist die Lage auf Fuerteventura und Lanzarote, wo bereits im Januar Maßnahmen ergriffen wurden.

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Die anhaltende Dürre hat erhebliche Auswirkungen auf die Natur, die Landwirtschaft und den Tourismus auf den Inseln. Die Wasserknappheit setzt die empfindliche natürliche Umwelt der Kanarischen Inseln unter Druck. Zur Deckung ihres Wasserbedarfs sind die Inseln weitgehend von Niederschlägen abhängig. Aufgrund des Klimawandels treten extreme Dürren immer häufiger und heftiger auf.

Um den Wasserverbrauch zu senken, haben mehrere Gemeinden auf den Kanarischen Inseln inzwischen strenge Maßnahmen ergriffen. So wurde zum Beispiel der Verbrauch von Trinkwasser mancherorts eingeschränkt.

In der Gemeinde Alajeró auf der Insel La Gomera wurde ein Verbot für alle nicht lebensnotwendigen Verwendungen von Trinkwasser verhängt. Es ist verboten, Swimmingpools zu füllen, Gärten zu besprühen, Autos zu waschen und Duschen im Freien zu benutzen.

Der Bürgermeister ruft dazu auf, Trinkwasser nur noch für das Nötigste zu verwenden. Auch andere Gemeinden erwägen ähnliche Maßnahmen. Fuerteventura und Lanzarote zum Beispiel fordern bereits, dass Trinkwasser so wenig wie möglich verschwendet wird.

Neben dem Verbot bestimmter Formen der Trinkwassernutzung werden auch andere Maßnahmen ergriffen:

Installation von zusätzlichen Entsalzungsanlagen
Aufruf zum Wassersparen bei Bevölkerung und Touristen
Senkung des Wasserdrucks in den Leitungen
Kampagnen zur Aufdeckung und Reparatur von Lecks

Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Monaten weitere Einschränkungen in Gemeinden und möglicherweise auf ganzen Inseln eingeführt werden, wenn die Regenfälle nicht ausreichen. Ohne rigorose Einschnitte droht mancherorts extreme Wasserknappheit.

Quelle: Agenturen