Welche Auswirkungen haben die Lavaströme des Vulkans auf das Ökosystem von La Palma?

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Das spanische Institut für Ozeanografie (IEO, CSIC) wird eine umfassende multidisziplinäre ozeanografische Studie im Südwesten der Insel La Palma durchführen und dabei besonderes Augenmerk auf die Analyse der morphologischen Veränderungen des Meeresbodens sowie auf mögliche Ausströmungen von Gasen vulkanischen oder hydrothermalen Ursprungs legen und die Auswirkungen der Lavaströme auf das marine Ökosystem untersuchen.

Das ozeanografische Schiff Ramón Margalef verließ den Hafen von Vigo um 15.30 Uhr (25.09.2021), um die wissenschaftliche Kampagne zu beginnen.

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Welche Auswirkungen haben die Lavaströme des Vulkans auf das Ökosystem von La Palma?

Die Wissenschaftler des IEO-CSIC werden in Zusammenarbeit mit dem Spanischen Institut für Geologie und Bergbau (IGME, CSIC) die Ankunft des Lavastroms im Meer untersuchen und Proben des Meeresbodens, des Wassers und der Organismen nehmen, um ein vollständiges Bild von der Funktionsweise des vulkanischen Systems von La Palma zu erhalten und die Auswirkungen der Ankunft der Lava auf das marine Ökosystem zu bewerten.

Andererseits wird das mögliche Vorhandensein von Unterwasser-Emissionsquellen, die Gase oder Lava ausstoßen könnten, untersucht.

Zu diesem Zweck werden zunächst mit Hilfe von Echoloten hochauflösende Kartierungen durchgeführt, um Strukturen zu identifizieren und zu charakterisieren, die mit aktiven Prozessen in Verbindung stehen, und um die Verformung der Morphologie des Geländes zu analysieren.

Zweitens werden die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Wassers untersucht, um Anomalien und das mögliche Vorhandensein von hydrothermalen oder magmatischen Strömen festzustellen.

Im Rahmen des Projekts zur Überwachung der submarinen vulkanischen Aktivität auf den Kanarischen Inseln, das das IEO seit zehn Jahren durchführt, und aufgrund der damals auf La Palma festgestellten seismischen Reaktivierung führten die Wissenschaftler an Bord des Schiffes Ángeles Alvariño 2018 eine Untersuchungskampagne im Westen und Süden der Insel durch, um submarine Emissionen oder Anzeichen vulkanischer Aktivität am Meeresboden aufzuspüren.

Die so gewonnenen hochauflösenden Kartographien und die detaillierte Charakterisierung der physikalisch-chemischen Parameter des Wassers und des Meeresbodens ermöglichen es nun, die Ergebnisse zu vergleichen und Veränderungen in der Morphologie des Geländes und Anomalien in den Wassereigenschaften mit großer Genauigkeit zu erkennen.

Das wissenschaftliche Team, das sich aus Ozeanographen und Meeresgeologen des IEO zusammensetzt, verfügt über langjährige Erfahrung in der Überwachung der unterseeischen vulkanischen Aktivität auf den Kanarischen Inseln.

Beitrag aktualisiert am 25.09.2021 | 16:47