Die großen Rabatte, die Geschäfte im Januar versprechen, fallen in der Praxis oft deutlich geringer aus. Eine Untersuchung der spanischen Verbraucherorganisation Asufin zeigt, dass der durchschnittliche Rabatt während des Winterschlussverkaufs nur 19 Prozent beträgt. Das ist deutlich weniger als die spektakulären Rabatte von 50 bis 70 Prozent, die überall angekündigt werden.
Für die Untersuchung verfolgte Asufin die Preise beliebter Produkte von September bis Januar. Der September wurde als Referenzpunkt herangezogen. Auffällig ist, dass viele Geschäfte ihre Preise bereits im Oktober erhöhen. Dadurch scheint der Rabatt im Januar größer zu sein, während der Endpreis kaum niedriger ist als zu Beginn des Jahres.
In einigen Branchen sind die Rabatte etwas höher. Bei Bekleidung liegt der tatsächliche Rabatt im Durchschnitt bei etwa 35 Prozent und bei Möbeln bei etwa 32 Prozent. Dennoch bleiben auch diese Zahlen deutlich hinter dem zurück, was die Werbung suggeriert. Große Rabatt-Aufkleber sagen also längst nicht immer etwas über die tatsächliche Ersparnis aus.
Nach dem Rabatt zahlen Sie im Durchschnitt etwas mehr als 60 Euro für Bekleidung und fast 71 Euro für Möbel. Bei anderen Produktgruppen, wie Spielzeug und Schönheitsprodukten, sind die Unterschiede zwischen dem Black Friday und dem Januar-Ausverkauf minimal. In einigen Fällen sind Produkte im Januar sogar teurer als im November.
Betrachtet man alle untersuchten Produkte zusammen, liegt der Durchschnittspreis im Januar bei etwa 82 Euro, gegenüber fast 86 Euro am Black Friday. Es gibt also durchaus Rabatte, aber diese sind oft geringer als man erwarten würde.
Laut Asufin erschwert die dynamische Preisgestaltung den Verbrauchern die Entscheidung zusätzlich. Die Preise ändern sich ständig, sodass es schwierig ist zu wissen, ob man wirklich ein gutes Geschäft macht. Es wird daher empfohlen, die Preise im Voraus zu vergleichen und sich nicht von hohen Rabattprozentsätzen verleiten zu lassen.
Quelle: Agenturen




