WHO rechnet mit einer Zunahme der täglichen Corona-Todesfälle in Europa im Oktober und November

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„Es wird härter werden“, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der Nachrichtenagentur AFP am Montag (14.09.2020). Derzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus in Europa an, die Zahl der täglichen Todesfälle ist hingegen bisher relativ stabil geblieben.

Die Welt wolle derzeit solche schlechten Nachrichten nicht hören, „und ich verstehe das“, sagte Kluge. Doch im Oktober und November „werden wir einen Anstieg der Sterblichkeit beobachten“.

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Der in Kopenhagen ansässige WHO-Funktionär warnte davor, zu große Erwartungen in Impfstoffen zu setzen. „Ich höre die ganze Zeit: ‚Der Impfstoff wird das Ende der Pandemie sein‘. Natürlich nicht!“, sagte der Belgier.

Bisher sei unklar, ob ein Impfstoff allen Bevölkerungsgruppen helfen könne. Es gebe Anzeichen dafür, dass ein Impfstoff einigen Gruppen helfen könne, anderen wiederum nicht. „Wenn wir dann auch noch verschiedene Impfstoffe bestellen müssen, was für ein logistischer Alptraum!“, sagte Kluge.

Die Zahl der Corona-Infektionsfälle in Europa ist in den letzten Wochen stark gestiegen, vor allem in Spanien und Frankreich.

Allein am Freitag wurden in den 55 Ländern der WHO in Europa mehr als 51.000 neue Fälle gemeldet – mehr als auf dem bisherigen Höhepunkt der Infektionszahlen im April.

Quelle: AFP

Beitrag aktualisiert am 14.09.2020 | 13:33