Wie Corona den Lebenstraum einer deutschen Auswanderin zerstört hat

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Neben Italien hat das Corona Virus auch besonders in Spanien die Menschen vor neue Herausforderungen gestellt. Die spanische Regierung hat mit drastischen Maßnahmen auf die Ausbreitung des Virus reagiert. Davon betroffen ist auch die bei uns Deutschen so beliebte Urlaubsinsel Mallorca. Das alltägliche Leben auf der Insel ist fast zum Erliegen gekommen, am berühmte Ballermann ist fast alles geschlossen. Mittendrin auf der Insel: Julia Holz – eine junge Deutsche, die nach Mallorca ausgewandert ist.

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Seit 15 Jahren lebt die 34-jährige auf der Insel, besitzt dort 4 Restaurants. Doch für Julia Holz und ihre kleine Tochter hat sich das Leben seit Corana, wie für viele andere auch, total verändert. “Ich weiß noch ganz genau, wie ich die Nachricht erhalten habe, dass ich meine 4 Restaurants schließen muss”, erinnert sich Julia Holz. Nicht nur für die gebürtige Rostockerin ein Schock, sondern auch für ihre 20 Mitarbeiter, die sie erstmal trotzdem weiter bezahlen muss. “Die laufenden Kosten haben mich echt aufgefressen: Miete, Nebenkosten, Mitarbeiter – alles musste ja weiter bezahlt werden”, erinnert sich Julia Holz. Die Rücklagen der Deutschen sind schnell aufgebraucht. “Als Mutter mit einem sechsjährigen Kind ist das natürlich doppelt schwer, da man ja nicht nur für sich selbst die Verantwortung trägt”.

Via Instagram lässt Julia Holz die Öffentlichkeit an ihrem Leben teilhaben. Dort hat sie als “julezmallorca” einen Account und mittlerweile knapp 500.000 Follower. Auch in dieser schweren Zeit verheimlicht Julia Holz ihrer Community nichts, lässt alle ungeschönt an ihrem Schicksal teilhaben. “Ich habe in dieser Zeit sehr viele positive und unterstützende Nachrichten bekommen. Das hat mir sehr geholfen und mich auch immer wieder motiviert”. Für Julia Holz werden ihre Social Media Aktivitäten in dieser Zeit zu einem wichtigen Faktor. Durch die Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen, kann sie ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Heute haben die Restaurant der 34-jährigen Deutschen wieder geöffnet, wenn auch mit eingeschränkter Kapazität. Für Julia Holz keine Lösung. “Ich darf meine Restaurants zwar wieder öffnen, aber es gibt keine Touristen auf Mallorca, die Insel ist wie ausgestorben”. Wie viele andere aus Mallorca ist auch Julia Holz auf den Tourismus angewiesen.

Aus der Not heraus hat die Auswanderin eines ihrer Restaurants bereits verkauft – weit unter Wert. Auch die anderen sollen verkauft werden. “Alles, was ich mir in den letzten 15 Jahren aufgebaut habe, ist durch Corona zerstört worden”. Julia Holz will trotzdem weiter auf der Insel bleiben und sich erst einmal verstärkt auf ihre Tätigkeit als Influencerin konzentrieren.

Pressekontakt:

Markus Hagewald
joom media & consulting OHG
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