Viele Menschen in Spanien sind der Meinung, dass das Gehen in der Stadt nicht sicherer geworden ist. Mehr als siebzig Prozent geben an, dass die Sicherheit für Fußgänger gleich geblieben oder sogar schlechter ist als vor einigen Jahren. Das geht aus einer neuen Studie von Ponle Freno hervor, einer Organisation, die sich für die Verkehrssicherheit einsetzt.
In den letzten Jahren wurden zwar Maßnahmen ergriffen, um den Verkehr sicherer zu machen. So gilt in vielen Städten eine Höchstgeschwindigkeit von dreißig Stundenkilometern. Dennoch merken viele Fußgänger laut der Studie wenig davon. Autos fahren oft zu schnell und Verkehrsregeln werden nicht immer eingehalten.
Dennoch gibt es auch Hoffnung. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass es möglich ist, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten in Städten bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Dafür sind ihrer Meinung nach jedoch strengere Kontrollen und mehr Sensibilisierung erforderlich.
Wenn es um fußgängerfreundliche Städte geht, werden Madrid und Barcelona am häufigsten genannt. Auch Städte wie Oviedo, A Coruña und Vitoria schneiden gut ab. Dabei achten die Menschen vor allem auf die Anzahl der Fußgängerzonen, breite Gehwege und das Verhalten der Autofahrer.
Auffällig ist, dass viele Spanier der Meinung sind, dass nicht nur Autofahrer verantwortlich sind. Fast achtzig Prozent finden, dass Fußgänger, die bei Rot über die Ampel gehen, eine Geldstrafe erhalten sollten. Auch die Nutzung des Mobiltelefons beim Überqueren der Straße wird als gefährlich angesehen und sollte nach Meinung vieler bestraft werden.
Die Umfrage wurde unter mehr als 3.500 Erwachsenen durchgeführt, die in spanischen Städten mit mehr als hunderttausend Einwohnern leben. Die Antworten zeichnen ein klares Bild: Viele Menschen fühlen sich im Straßenverkehr immer noch nicht sicher, obwohl es Vorschriften gibt, die dies eigentlich verbessern sollten.
Quelle: Agenturen





