Laut einer aktuellen Analyse wird Spanien 2025 auf dem sechsten Platz der schlimmsten europäischen Länder für berufstätige Frauen stehen. Dies ist bemerkenswert, da die Zahl der berufstätigen Frauen in Spanien in den letzten 25 Jahren von 50 auf 88 Frauen pro 100 Männer erheblich gestiegen ist. Das liegt sogar über dem Durchschnitt der Europäischen Union. Dennoch hinkt Spanien in wichtigen Fragen wie dem Lohngefälle, Führungspositionen und der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiterhin hinterher.
Die Forscher stützten ihre Ergebnisse auf Daten wie den Global Gender Gap Report, das jährliche Beschäftigungswachstum, die Anzahl weiblicher Führungskräfte und die Dauer des bezahlten Mutterschaftsurlaubs. Insbesondere Letzteres ist in Spanien ein Problem: Mit nur 16 Wochen Urlaub liegt Spanien unter dem europäischen Durchschnitt.
Die Umfrage „Reboot Online“ betont, dass es immer noch Hindernisse für die Gleichstellung am Arbeitsplatz gibt. Dies gilt nicht nur für die gleiche Bezahlung, sondern auch für eine bessere Vertretung von Frauen in Führungspositionen, eine bessere staatliche Unterstützung und Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren.
Umfrage zum monatlichen Gewinnspiel auf mallorca-services.es - Schon mitgemacht?In derselben Rangliste führt Litauen die Liste der besten europäischen Länder für berufstätige Frauen an. Mit einer Bewertung von 8,54 von 10 Punkten zeichnet sich Litauen durch eine große Anzahl weiblicher CEOs und einen großzügigen Mutterschaftsurlaub von mehr als 52 Wochen bei vollem Lohnausgleich aus. Auch der Anteil berufstätiger Frauen ist hoch.
Norwegen folgt auf dem zweiten Platz dank einer starken Vertretung von Frauen in Vorständen und hohen Punktzahlen in den Bereichen politischer Einfluss, Gesundheit und Bildung. Die Niederlande belegen den dritten Platz und erzielen eine hohe Punktzahl für den Anteil von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und den zweiten Platz in Europa für die Erwerbsbeteiligung von Frauen.
Am unteren Ende der Liste befinden sich Länder wie Zypern, Luxemburg, Belgien, Malta und Italien. Zypern bildet das Schlusslicht in Bezug auf berufstätige Frauen, da es nur wenige Frauen in Führungspositionen gibt und der Mutterschaftsurlaub mit nur 15 Wochen sehr kurz ist.
Der Rückgang Spaniens in dieser Rangliste um nicht weniger als 15 Plätze im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass trotz positiver Entwicklungen noch viel zu tun bleibt. Eine größere Gleichstellung am Arbeitsplatz und bessere Bedingungen für berufstätige Mütter sind nach wie vor große Herausforderungen für Spanien.
Quelle: Agenturen



