Der Krieg zwischen dem Iran, den Vereinigten Staaten und Israel hat die Weltmärkte in Alarmbereitschaft versetzt. Vor allem die Energiepreise steigen rapide an, was auch in Spanien im täglichen Leben deutlich zu spüren sein kann. Ein wichtiger Knotenpunkt ist die Straße von Hormuz, durch die etwa ein Fünftel des Öls und ein Drittel des Flüssiggases weltweit transportiert werden. Wenn der Handel dort zum Erliegen kommt, hat das Folgen für ganz Europa, einschließlich Spanien.
Eine der ersten Auswirkungen ist, dass Kraftstoff teurer wird. Der Preis für Rohöl ist bereits um mehr als zehn Prozent gestiegen und liegt bei über 80 Dollar pro Barrel. Einige Analysten erwarten sogar, dass der Preis auf 100 Dollar pro Barrel steigen könnte. Spanien importiert Öl aus verschiedenen Ländern, aber wenn die Ölpreise steigen, macht sich das schnell an der Zapfsäule bemerkbar. Nach Angaben spanischer Kraftstofflieferanten könnten die Preise für Diesel um etwa zwölf Cent und für Benzin um etwa sechs Cent pro Liter steigen.
Auch Gas ist teurer geworden. Der Angriff auf die Energieinfrastruktur im Nahen Osten hat die europäischen Gaspreise stark in die Höhe getrieben. Spanien bezieht Gas aus Ländern wie Algerien und den Vereinigten Staaten. Das hilft, weniger abhängig vom Nahen Osten zu sein, aber da die Energiemärkte weltweit miteinander verbunden sind, spürt auch Spanien die Auswirkungen. Dies kann letztendlich auch zu höheren Stromrechnungen führen.
Auch die Aktienmärkte reagieren auf die Spannungen. In Spanien ist der wichtigste Börsenindex mehrere Tage in Folge gefallen. Vor allem Banken und Fluggesellschaften sind von den steigenden Energiepreisen und der Unsicherheit über die Zukunft betroffen.
Der Krieg stört außerdem die weltweite Logistik. Schiffe meiden die Straße von Hormus und wählen längere Routen um Afrika. Das kostet mehr Zeit und Geld. Einige Fluggesellschaften haben Flüge zu bestimmten Zielen vorübergehend eingestellt. Wenn die Situation länger andauert, kann dies Auswirkungen auf Reisepläne und Ticketpreise haben.
Auch im Supermarkt könnte man letztendlich etwas von dem Konflikt spüren. Etwa ein Drittel der weltweiten Düngemittelvorräte passiert die Straße von Hormus. Wenn Energie und Rohstoffe weiterhin teurer bleiben, könnte sich dies später in höheren Preisen für Obst, Gemüse und andere Grundnahrungsmittel niederschlagen.
Die spanische Regierung betont, dass die amerikanischen Militärstützpunkte in Spanien nicht für Operationen gegen den Iran genutzt werden. Gleichzeitig setzt die Regierung vor allem auf Diplomatie, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Quelle: Agenturen





