Wo bleiben die Millionen aus Madrid?

Vorlesen lassen? ↑↑⇑⇑↑↑ | Lesedauer des Artikels: ca. 3 Minuten -

Die Zentralregierung hat der Conselleria de Transports auf Mallorca noch immer nicht die 43 Millionen Euro an Subventionen für den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr überwiesen. Die Generaldirektorin für Mobilität, Lorena del Valle, hat ein Schreiben an das Ministerium geschickt, in dem sie darauf hinweist, dass seit der offiziellen Beantragung der Subvention sieben Monate vergangen sind und sie noch immer keine Antwort vom Ministerium erhalten hat.

In dem Schreiben weist die Regierung auch darauf hin, dass die Beihilfe in Höhe von 43 Millionen Euro eindeutig unzureichend ist, da es sich um denselben Betrag handelt, der im Jahr 2023 gezahlt wurde und die Regierung in jenem Jahr zusätzlich 13 Millionen Euro aus eigener Tasche aufbringen musste, um die gesamten Kosten der Beihilfe zu decken.

Die Generaldirektorin weist darauf hin, dass aufgrund der Differenz zwischen der erhaltenen Beihilfe und den fehlenden Einnahmen aus den zusätzlichen Subventionen der staatliche Zuschuss 56,5 Millionen Euro hätte betragen müssen.

Lesetipp:  Erhebung von Gebühren für VTCs am Flughafen Mallorca

Mit Blick auf das Jahr 2024 betont Del Valle, dass der Anstieg der Fahrgastzahlen „sehr signifikant“ gewesen sei. Als Beispiel nennt sie einen Anstieg der Fahrgastzahlen bei den Überlandbussen auf Mallorca um 31%, bei den Zügen auf Mallorca um 12% und bei der Metro um 13%. „Es wird prognostiziert, dass das Defizit von über 13 Millionen, das die Beihilfe von 43 Millionen im Jahr 2023 darstellte, für die Beihilfe von 2024, die den gleichen Betrag ausmachte, deutlich erhöht wird“.

Sie weist darauf hin, dass es „unerlässlich“ sei, einen Dialog mit den autonomen Gemeinschaften zu eröffnen, „die sich der Realität ihres Gebietes bewusst sind“, und weist darauf hin, dass es eben keinen Dialog gab, als die Beihilfen für dieses Jahr festgelegt wurden. „Wir nutzen dieses Schreiben, um zu fordern, dass sich dieses Jahr nicht wiederholt, da der Termin für die Vorlage der Haushalte für 2025 näher rückt und noch immer kein Treffen zu diesem Thema stattgefunden hat“, betont Del Valle.

Die Regierung ist sich noch nicht sicher, ob die Beförderung im nächsten Jahr weiterhin kostenlos sein wird, da dies zunächst von der Regierung abhängt, die die Subvention zahlt. Der Stadtrat José Luis Mateo sprach sich gegenüber IB3 jedenfalls dafür aus, dass die Nutzer für die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel etwas bezahlen sollten, damit sie sich bewusst werden, dass öffentliche Dienstleistungen Kosten verursachen, die in irgendeiner Weise finanziert werden müssen.

Quelle: Agenturen