Die Wohnkosten in Spanien sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Laut einer Studie des Thinktanks Fedea zahlen spanische Haushalte durchschnittlich 80 Euro mehr pro Monat für ihre Wohnung als noch vor fünf Jahren. Zwischen 2019 und 2024 stiegen die durchschnittlichen monatlichen Wohnkosten von etwa 610 auf 690 Euro.
Das bedeutet, dass die Wohnkosten in diesem Zeitraum um etwa 13 Prozent gestiegen sind. Die Hauptgründe für diesen Anstieg sind höhere Mieten, teurere Energiekosten und seit 2022 auch höhere Hypothekenkosten. Vor allem aufgrund der steigenden Zinsen müssen viele Hausbesitzer mit einer Hypothek mehr bezahlen.
Der Anstieg trifft Mieter am härtesten. Für Haushalte, die zur Miete wohnen, sind die Wohnkosten am stärksten gestiegen. Bei Mietern stiegen die Kosten um etwa 34 Prozent. Bei Hausbesitzern mit einer Hypothek stieg dieser Wert um etwa 31 Prozent und bei Menschen mit einem vollständig abbezahlten Haus um etwa 18 Prozent.
Den Forschern zufolge spielt die Art und Weise, wie Menschen wohnen, eine große Rolle bei der finanziellen Belastung. Mieter sind oft anfälliger für Preissteigerungen, während Eigentümer mit einem abbezahlten Haus weniger unter steigenden Kosten leiden. Dadurch kann der Wohnungsmarkt auch zu einer größeren sozialen Ungleichheit beitragen.
Darüber hinaus gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Regionen. Vor allem in Gebieten wie Katalonien, Madrid und den Balearen ist der Druck auf den Wohnungsmarkt groß und die Kosten liegen über dem Durchschnitt. In diesen Regionen ist die Nachfrage nach Wohnraum groß, während das Angebot begrenzt bleibt.
Auch die Zusammensetzung eines Haushalts spielt eine Rolle. Familien mit mehreren erwerbstätigen Erwachsenen können die steigenden Wohnkosten in der Regel besser auffangen. Haushalte mit geringem oder unsicherem Einkommen, junge Menschen, die alleine leben, und Menschen mit geringer Erwerbsintensität spüren den finanziellen Druck hingegen stärker.
Quelle: Agenturen





