Spanien zählt mittlerweile 33 Milliardäre, deren Gesamtvermögen noch nie so hoch war wie heute. Das geht aus einem neuen Bericht von Oxfam Intermón hervor, der anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht wurde. Innerhalb eines Jahres sind fünf neue Milliardäre hinzugekommen.
Zusammen besitzen diese 33 Superreichen fast 220 Milliarden Euro. Das ist ein Rekordbetrag und zeigt, wie schnell große Vermögen weiter wachsen. Allein im vergangenen Jahr kamen mehr als 28,3 Milliarden Euro hinzu, was einem Anstieg von etwa vierzehn Prozent entspricht.
Die Liste wird von bekannten Namen angeführt. Amancio Ortega, Gründer des Bekleidungskonzerns Inditex, steht erneut an der Spitze. Auch seine Tochter Sandra Ortega Mera gehört zu den reichsten Spaniern. Weitere bekannte Milliardäre sind Rafael del Pino von Ferrovial und Juan Roig von der Supermarktkette Mercadona. Die meisten Milliardäre sind Männer.
Laut Oxfam steht dieser enorme Reichtum in krassem Gegensatz zur Situation vieler Spanier. Während die Reichsten immer mehr Geld anhäufen, sehen viele Arbeitnehmer kaum einen Anstieg ihres Einkommens. Aufgrund der hohen Preise und der Inflation ist die Kaufkraft vieler Familien sogar gesunken.
Der Bericht weist darauf hin, dass das Vermögen der Milliardäre viel schneller wächst als die spanische Wirtschaft. Für 2025 wird ein Wirtschaftswachstum von etwa drei Prozent erwartet, während das Vermögen der Reichsten mehr als viermal so schnell wächst.
Darüber hinaus betont Oxfam die große Ungleichheit im Land. Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt fast ein Viertel des gesamten Vermögens in Spanien. Die ärmste Hälfte der Bevölkerung muss mit nur einem kleinen Teil davon auskommen. Dies führt laut der Organisation nicht nur zu wirtschaftlicher, sondern auch zu politischer Ungleichheit.
Quelle: Agenturen




