Zahl der Todesopfer nach Erdbeben in Japan steigt

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Die Zahl der Todesopfer des Erdbebens der Stärke 7,6, das sich am 1. Januar im Westen Japans ereignete, ist auf 100 gestiegen. 211 Menschen werden noch vermisst, wie die lokale Nachrichtenagentur Kiodo am Samstag berichtete. Zuvor hatten die Behörden der Präfektur Ishikawa 100 Tote, 464 Verletzte und mehr als 200 Vermisste gemeldet.

Zu diesem Zeitpunkt waren 55 Tote in der am stärksten betroffenen Stadt Wajima bestätigt worden, 23 Tote in Suzu, fünf in Nanao und Anamizu, zwei in Noro und je einer in Shika und Hakui, alle in der Präfektur Ishikawa. Vier Tage nach dem Beben waren 14 Orte in der Präfektur, darunter auch der abgelegene Ort Wajima, noch immer isoliert, und rund 30.000 Evakuierte aus der Präfektur warteten noch immer auf ihre Rückkehr nach Hause.

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Man geht davon aus, dass mindestens 10 Menschen in einem Teil der Stadt Anamizu, ebenfalls in Ishikawa, eingeschlossen sind, nachdem durch das Beben ausgelöste Erdrutsche mehrere Häuser zerstört haben. Mehrere Straßen sind weiterhin blockiert, so dass es schwierig ist, die Überlebenden zu erreichen. Die japanische Regierung schickt außerdem Hilfsgüter auf dem Seeweg in abgelegene Küstengebiete, wo nach ihren Schätzungen noch mindestens 170 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten sind.

In der Zwischenzeit hat die japanische Polizei die Zahl der Einsatzkräfte von 700 auf 1.100 erhöht, und die japanische Regierung hat die Zahl der in den betroffenen Gebieten stationierten Militärangehörigen auf 5.000 verdoppelt, berichtet die offizielle japanische Nachrichtenagentur Kiodo.

Das Beben, das nach Angaben der Japanischen Meteorologischen Agentur (JMA) das stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1885 ist, hatte sein Epizentrum etwa 30 Kilometer nordwestlich von Wajima und eine Tiefe von 16 Kilometern. Das Beben löste eine ungewöhnlich große Tsunami-Warnung aus, obwohl am Dienstagmorgen alle Warnungen wieder aufgehoben wurden, und wurde von Hunderten neuer Beben wiederholt. Das jüngste der Nachbeben war laut Kiodo ein Beben der Stärke 5,3, das am Samstagmorgen registriert wurde.

Quelle: Agenturen