Der Winter macht sich derzeit in Spanien deutlich bemerkbar. Sowohl in der Sierra Nevada in Andalusien als auch in den Pyrenäen in Aragón haben extreme Wetterbedingungen zu gefährlichen Situationen und zur Sperrung von Zufahrtsstraßen zu beliebten Wintersportgebieten geführt.
In der Provinz Granada hat die Regionalregierung die Zufahrtsstraße A 395 zum Skigebiet Sierra Nevada gesperrt. Grund dafür sind Schäden an der Fahrbahn durch starke Regenfälle und instabilen Boden. Nach Angaben der Behörden besteht die Gefahr weiterer Senkungen, sodass es nicht sicher ist, den Verkehr zuzulassen. Technische Teams untersuchen die Situation und prüfen, welche Reparaturarbeiten erforderlich sind.
Die Sperrung bedeutet erhebliche Beeinträchtigungen für Wintersportler und Tagesausflügler, die vorhatten, in das Skigebiet zu fahren. Solange die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, bleibt die Straße gesperrt. Es ist noch nicht klar, wann die Zufahrt wieder vollständig hergestellt sein wird.
Auch in den Pyrenäen ist die Lage ernst. In Huesca wurde die Zufahrtsstraße zum Kurort Balneario de Panticosa und zum nahe gelegenen Skigebiet Panticosa nach einer großen Lawine und der Gefahr weiterer Lawinen gesperrt. Durch die Schneemassen waren Hunderte von Menschen in der Bergregion eingeschlossen.
Insgesamt mussten etwa 400 Gäste und Mitarbeiter evakuiert werden. Nachdem Schneeräumfahrzeuge einen provisorischen Durchgang freigemacht hatten, konnten sie das Gebiet unter Begleitung verlassen. Die Evakuierung verlief kontrolliert und ohne Zwischenfälle. Kurz darauf wurde die Straße aufgrund anhaltender Lawinengefahr und neuer Schneefälle erneut gesperrt.
Die Ereignisse zeigen, wie anfällig Berggebiete bei extremen Wetterbedingungen sind. Sowohl im Süden als auch im Norden Spaniens sorgen Schnee, Regen und instabile Hänge für gefährliche Situationen. Die Behörden rufen Besucher dazu auf, vor der Abfahrt in ein Skigebiet immer die aktuellen Verkehrsinformationen zu überprüfen.
Quelle: Agenturen




