Zur Mandelblüte nach Mallorca – 4 Tipps für die perfekte Fotoreise

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Maler, Schriftsteller, Musiker und Bildhauer zieht es seit jeher auf die bezaubernde Baleareninsel Mallorca. Ob es an der dramatischen Landschaft, dem einzigartigen Licht oder den urigen Dörfern liegt? Kreative, die ein einzigartiges Schauspiel erleben und festhalten wollen, buchen eine Fotoreise zur Mandelblüte.

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1. Optimale Vorbereitung der Fotoreise zur Mandelblüte

Ab Ende Januar öffnen sich die ersten, zarten Knospen der über sieben Millionen Mandelbäume auf Mallorca. Bis Mitte März verwandeln sie große Teile des Eilands in ein rosa-weißes Blütenmeer. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gewächse im Tramuntana-Gebirge später heranreifen, als die Bäume in den weitläufigen Ebenen im Süden und an der Ostküste der Insel. Ideales Reisedatum, um den Anblick möglichst vieler Rosengewächse zu gewährleisten, ist der Monat Februar. Wer am ersten Sonntag im Februar vor Ort ist, sollte sich eine der Feiern zu Ehren der Mandeln nicht entgehen lassen. Das Mandelblütenfest in Son Servera beispielsweise startet gegen 9:00 Uhr und endet um 14 Uhr.

Bei arrangierten Fotoreisen sind die Unterkünfte normalerweise vorgegeben. Für Individualreisende lohnt es sich, Hotels oder Fincas in den folgenden Regionen mit besonders schöner Mandelblüte im Auge zu behalten:
• Andratx und S’Arraco im Südwesten
• Valdemossa und Sóller im Westen
• Santanyi und Felanitx im Südosten
• Llucmajor im Süden

Da die Insel nur rund 3.640 m² groß und zeitgleich mit guter Infrastruktur versehen ist, können Sie auch ein schönes Stadthotel in Palma wählen und von dort zu Ausflügen starten. Neben den Fototrips zu den Mandelbaumhainen, offeriert die mediterrane Metropole jede Menge Fotomotive wie die weltberühmte Kathedrale La Seu oder den sagenhaften Ausblick vom Castell de Bellver.

Gerade, wenn Urlauber keine Pauschalreise buchen, bietet sich die Anmietung eines Autos an. Am internationalen Flughafen von Palma erwarten Sie verschiedene, renommierte Mietwagenanbieter. Bei Pauschalreisen für Fotoexperten sind die Transfers zu den Shootings in der Regel genauso enthalten, wie die persönliche Unterstützung sowie Anleitung durch den Profi.

Auch ein Blick auf das Thermometer lohnt, bevor man gen Mittelmeerraum aufbricht. Zwar haben Schneefall und Bodenfrost auf Mallorca Seltenheitswert, dennoch ist im Winter kein Badewetter angesagt. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen Januar und März liegen bei 14 bis 17 °C. Nachts klettert das Quecksilber meist nur auf fünf bis sechs Grad. Bei rund sechs Regentagen pro Monat sollten Reisende neben warmer Kleidung auch die entsprechende Ausstaffierung für Schauer einpacken.

Gerade bei Fotoreisen ist die elektronische Ausrüstung beinahe lebensnotwendig. Zur Pflichtausstattung zählt folgendes Equipment:

Kamera: Neben dem Lieblingsfotoapparate, der beinahe blind beherrscht wird, lohnt auch die Mitnahme eines Ersatzes. Falls die Hauptkamera ausfällt, verloren oder kaputt geht, brauchen Sie ein Back-up.
Objektive: Fragen Sie am besten beim Veranstalter der Reise nach, welche Objektive empfohlen werden. Falls Sie auf eigene Faust zur Mandelblüte nach Mallorca fliegen, dann überlegen Sie sich vorher genau, welche Art von Aufnahmen Sie fertigen wollen und welche Objektive dafür notwendig sind.
SD-Karten: Bei der gigantischen Auswahl an Fotomotiven auf Mallorca ist ausreichend Speicherplatz wichtig. Wessen Kamera mit SD-Karten funktioniert, der sollte mehrere zusätzliche Datenträger im Gepäck haben. Denken Sie außerdem an eine externe Festplatte, auf der Sie jeden Abend eine Kopie der Bilder anlegen. Diese wird entweder über den Laptop oder teilweise auch via WLAN bzw. Bluetooth angesteuert.
Stativ: Reisestative eigenen sich optimal, wenn Sie verschiedene Standorte besuchen wollen. Sie sind leichter und lassen sich klein zusammenklappen.
Stromversorgung: Ladegeräte und –kabel müssen genauso mit auf den Trip wie Ersatz-Akkus.
Fotorucksack: Besorgen Sie sich ein Gepäckstück, dass sich speziell für die Aufbewahrung und den Transport von Kameraausrüstungen eignet. Dann werden weder Ihr Rücken noch Ihre Kamera werden auf der Reise strapaziert.
Reinigungsutensilien: Wer viel in der freien Natur zum Fotografieren unterwegs ist, der sollte an Pinsel und Putztücher für die Ausrüstung denken.

2. Flugreise nach Mallorca mit Fotoausrüstung

Je nach Abreiseort in Deutschland dauert der Flug rund 2 bis 2,5 Stunden bis nach Palma de Mallorca. Ihre Kameraausrüstung transportieren Sie dabei am besten als Handgepäck. Das dient dem Schutz des Equipments.

Es ist wichtig die erlaubten Handgepäcksmaße der jeweiligen Airline einzuhalten. Normalerweise sind in der Kabine Gepäckstücke mit der Abmessung 55 x 40 x 20 cm und einem Gewicht zwischen sechs und zehn Kilogramm erlaubt. Allerdings weichen einzelne Fluggesellschaften von diesen Angaben ab, weshalb sich immer individuell erkundigt werden sollte. Powerbanks und Lithium-Ionen-Akkus müssen übrigens vorschriftsmäßig im Handgepäck transportiert werden.

Reisen Sie mit teurem Equipment, sollten Sie über den Abschluss einer Versicherung nachdenken. Versicherungen bieten unterschiedliche Tarife und Bedingungen. Mögliche Versicherungsschäden der Kameraausrüstung können sein:
• Beschädigung durch Flüssigkeit, Feuer, Überspannung, Sturz, Bruch
• Bedienfehler
• Schäden durch Dritte
• Verschleiß

Um die Kamera vor Diebstahl zu bewahren, sollten Sie sie nie offensichtlich im Auto aufbewahren. Selbst dann nicht, wenn Sie nur kurz aussteigen.

3. Fotostationen zur Mandelblüte auf Mallorca – hier ist es am schönsten

Licht ist ein entscheidendes Element bei der Fotografie. Planen Sie deshalb die Uhrzeiten, wann die einzelnen Attraktionen auf Mallorca angesteuert werden, gut ein. Gerade zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang entstehen atemberaubende Effekte. Im Januar ist gegen 8:10 Uhr Tagesanbruch, Ende Februar bereits um 7:25. Abends geht die Sonnen zwischen 17:30 im Januar und 18:35 Anfang März unter.

Die Nebensaison auf Mallorca ist von Ruhe und Gemächlichkeit geprägt. Wer jetzt mit seinem Mietwagen auf der Jagd nach dem perfekten Schnappschuss ist, muss lediglich Staus durch überquerende Tierherden befürchten. Von den Menschenmassen bleibt die Baleareninsel in den Wintermonaten verschont. Deshalb lohnt es sich jetzt besonders, das Eiland mit der Kamera zu erkunden.

Llucmayor
Die flächenmäßig größte Gemeinde Mallorcas ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Vom Berg Randa aus, eröffnet sich ein einzigartiger Panoramablick auf die weitläufigen Mandelbaumfelder der Ebenen. Nicht nur aus der Entfernung sehen die Bäume mit ihren gefächerten Blüten wunderbar aus. Auch Nahaufnahmen der weißen und rosafarbenen Pracht zahlen sich aus. Viele Fotografen spielen bei den Bildern mit Schärfe-/Unschärfe-Effekten. Wichtig ist auf jeden Fall ein stabiles Stativ für perfekte Landschaftsaufnahmen.

Neben der traumhaften Flora besitzt Llucmayor auch eine spannende Vergangenheit. In der Region gibt es bereits Zeugnisse von Bewohnern, die bis ins zwölfte Jahrhundert vor Christus zurückführen. Die talaiotische Siedlung, die aus der späten Bronzezeit stammt, heißt CapocorbVell. Sie befindet sich unweit von Llucmajor. Die uralten Felsansammlungen eigenen sich für schöne Aufnahmen, insbesondere in der Dämmerung, wenn die schroffen Steingebilde faszinierende Schatten werfen.

Im Anschluss lockt der Marktplatz von Llucmayor. Dieser gilt als einer der schönsten der gesamten Baleareninsel. Ob das an den hübschen Stadthäusern aus den 20er und 30er Jahren liegt oder am beliebten Café Colón, ist die Frage. Passend zum Thema der Urlaubsreise, sollten Sie unbedingt einen Gato de Almenda bestellen. Der traditionelle Mandelkuchen ist ein Gaumenschmaus, der gut zu Kaffee, Tee oder auch einem Glas Wein schmeckt. Reisende, die gerne Hochprozentiges ausprobieren, sollten sich den Mandellikör Flor d’Amentla nicht entgehen lassen. Er macht auch als Souvenir für die Lieben zu Hause einen guten Eindruck. Vorab können Sie bereits eines Ihrer Lieblingsfotos von der Reise in Form einer individuell gestalteten Postkarte zu Freunden und Verwandten senden. Ganz unkompliziert ist dies beispielsweise über die App von karten-paradies.de möglich.

Mandelpracht an der Westküste
Künstler, die neben den filigranen Blüten der Mandelbäume noch lebendige Attraktionen auf Film bannen wollen, sollten sich auf den Weg gen Westküste machen. Häufig grasen Schafherden auf der Strecke zwischen Sineu und Valdemossa. Ein vielversprechender Stopp könnte beispielsweise in der Gegend um Palmanyola erfolgen, wo niedliche Lämmchen zwischen riesigen Mandelfeldern spazieren. Im nördlichen Hinterland führt eine atemberaubende Straße vom märchenhaften Bergdorf Fornalutx zum Kloster Lluc. Die Landschaft ist reich an Orangen- und Zitronenbäumen. Gespickt wird sie von den üppig blühenden Mandelgewächsen.

Mandelblüte im Süden und Südosten Mallorcas
Sonnenaufgang ist eine exzellente Uhrzeit, um die Ostküste der Insel zu besuchen. Rund um das malerische Fischerdörfchen Portocolom öffnen einige der ersten Mandelbäume Mallorcas ihre Blüten. Mit dem Auto sind es von dort aus nur rund 20 Minuten bis zum Parc Natural de Mondrago. Auf der Fahrt darf gerne immer wieder Rast eingelegt werden. Herzige Schafherden sind für die Region ebenso typisch wie die Mandeln. Das Schutzgebiet des Parc Natural de Mondrago ist ein Eldorado für Naturfotografen. Steineichenwälder, Feigen- und Johannisbrotbäume ragen hier in den spanischen Himmel. Orchideen sind ein ebenso schönes Motiv wie die über 70 Vogelarten.

Am südlichsten Punkt des Eilands weist ein Leuchtturm aus dem Jahr 1863 den Schifffahrern den Weg. Er ist noch heute in Betrieb und deshalb auch hervorragend erhalten. Das strahlend weiße Bauwerk auf schroffen Felsklippen vor türkisblauem Meer ist definitiv einen Schnappschuss wert. Wer auf der Straße Ma-6110 zu diesem Spot reist, der hat unterwegs die Option unzählige Mandelblüten abzulichten.

4. Die Nachbearbeitung der Fotoreise zur Mandelblüte

Der frühlingshafte Aufenthalt auf der Baleareninsel ist zu Ende. Sie haben Ihre Finca oder das Hotelzimmer geräumt und sich auf den Weg in die Heimat gemacht. Jetzt sind die Eindrücke des Urlaubs noch ganz frisch im Kopf. Auch neu erlernte Techniken beherrschen Sie bereits gut. Zuhause können die Handgriffe bei der Nachbearbeitung noch ausgiebig vertiefen. Genug Schnappschüsse sind sicherlich im Kasten.

Misslungene Aufnahmen dürfen jetzt gerne gelöscht werden. Damit wird auf den Speicherkarten wieder mehr Platz frei. Vielleicht haben Sie Lust die schönsten Bilder mit den neuen Bekannten von der Fotoreise zu teilen? Alternativ freuen sich sicherlich auch die Freunde zu Hause über ein paar grandiose Aufnahmen der prächtigen Mandelblüten von Mallorca.