Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die spanische Wirtschaft ein bemerkenswertes Wachstum von 8,5 Prozent verzeichnet, was 22-mal mehr ist als das Wachstum in Deutschland. Damit nimmt Spanien eine führende Rolle bei der wirtschaftlichen Erholung in Europa ein.
Dieser Erfolg basiert maßgeblich auf dem „Plan de Recuperación, Transformación y Resiliencia“, mit dem Spanien seit 2021 die europäischen Next-Generation-Fonds nutzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt nun rund 40 Prozent über dem Durchschnitt der Eurozone. Die spanische Regierung betont, dass das Land sich in den letzten zwei Jahrzehnten von einer Abhängigkeit vom Bausektor gelöst und ein breiteres, widerstandsfähigeres Wirtschaftsmodell entwickelt hat.
Im Vergleich dazu zeigt die deutsche Wirtschaft nur ein sehr geringes Wachstum. Premierminister Pedro Sánchez bezeichnet Spanien als einen der stärksten Wachstumsmotoren im Euroraum. Ein bedeutender Teil der europäischen Hilfen floss in kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige, was die wirtschaftliche Stabilität und den Arbeitsmarkt weiter stärkt.
Trotz positiver Aussichten gibt es Herausforderungen: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für 2026 ein Wachstum von 2,2 Prozent, aber auch eine steigende Inflation von 3,3 Prozent, was sich auf Preise und Mieten auswirken wird. Die spanische Regierung plant, mit dem neuen Fonds „Fondo España Crece“ den Wachstumskurs nach Auslaufen der europäischen Hilfen weiterzuführen und soziale Maßnahmen zur Abfederung wirtschaftlicher Folgen zu verlängern.
Insgesamt zeigt sich Spanien als ein dynamisches und widerstandsfähiges Land, das mit gezielten Investitionen und Reformen seine Wirtschaft nachhaltig stärkt und so eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt.
Quelle: Agenturen





