Die NATO erklärte am Donnerstag (20.08.2026) angesichts der angeblichen Drohung des Iran gegen US-Militärziele in Europa, über die die Zeitung Financial Times berichtet hatte, sie sei „bereit“, auf einen solchen Fall zu reagieren, und entschlossen, alle verbündeten Länder zu verteidigen.
„Die NATO ist bereit, jeder Bedrohung zu begegnen, und wird stets alles Notwendige tun, um alle Verbündeten zu verteidigen“, sagte ein Vertreter des Atlantischen Bündnisses gegenüber EFE.
Seitens der Europäischen Kommission erklärte Sprecherin Anitta Hipper, Brüssel wolle „alle Parteien zur Mäßigung aufrufen und auch die diplomatischen Bemühungen erneuern“.
In diesem Zusammenhang fügte sie hinzu, dass aus Sicht der EU „nur die Diplomatie eine nachhaltige Lösung für alle offenen Fragen bringen kann“. Zudem lobte sie die regionalen Partner „für ihre Vermittlungsbemühungen“.
Wie die Financial Times am Mittwoch berichtete, erwägt der Iran Angriffe auf militärische Ziele in Europa, sollte Trump eine Eskalation des Krieges herbeiführen. Zwei Quellen aus dem Regime in Teheran erklärten gegenüber der FT, dass die iranischen Streitkräfte die Option geprüft hätten, US-Einrichtungen im Südosten Europas anzugreifen, darunter Bulgarien, das im vergangenen Monat die Nutzung seines Luftwaffenstützpunkts Bezmer für US-Tankflugzeuge genehmigt hatte.
Eine der Quellen fügte hinzu, dass Zypern – wo im vergangenen März ein britischer Luftwaffenstützpunkt von einer Drohne getroffen wurde – ebenfalls zu den möglichen Vergeltungszielen im Falle einer neuen US-Offensive zähle. Dieselben Quellen wiesen darauf hin, dass die iranischen Streitkräfte zudem die Möglichkeit geprüft hätten, im Falle einer Eskalation des Konflikts Unterwasser-Glasfaserkabel in der Straße von Hormus anzugreifen.
Die FT betont, dass diese Drohungen die trotzige Haltung in Teheran widerspiegeln, wo viele Mitglieder des Regimes der Ansicht sind, dass die Wiederaufnahme des Krieges nur eine Frage der Zeit sei. Trump erklärte am Dienstag, dass es weder laufende noch geplante Gespräche mit Teheran gebe, während der Dialog zur Beendigung des Krieges im Iran, der im vergangenen Februar begonnen hatte, ins Stocken geraten ist.
Quelle: Agenturen




