In Palma de Mallorca gibt es ein großes Potenzial für neuen Wohnraum im Stadtteil Son Busquets. Bürgermeister Jaime Martínez spricht davon, dass dort rund 4.000 Menschen in neuen Wohnungen wohnen könnten. Dieses Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne hat viel Aufmerksamkeit erregt, vor allem wegen des langsamen Baufortschritts und der politischen Auseinandersetzungen darum.
Nach Angaben von Martínez könnten fast 900 neue Wohneinheiten entstehen, die gezielt zu Preisobergrenzen oder als Sozialwohnungen angeboten werden. Innerhalb von drei Jahren – so seine Prognose – könnten diese Wohnungen bezugsfertig sein. Allerdings äußert der Bürgermeister Kritik am Tempos des Projekts und bezweifelt, dass die dafür zuständige Organisation Casa 47 die Nachbarschaft ausreichend berücksichtigt oder genug Engagement zeigt, um das Vorhaben rasch umzusetzen.
Neben den Wohnungen sieht der Bebauungsplan auch großzügige Grünflächen und wichtige soziale Einrichtungen vor, um eine lebendige und nachhaltige Wohnumgebung für die angrenzenden Stadtteile zu schaffen. Das Projekt ist eines von mehreren strategischen Wohnbauvorhaben in Palma, die insgesamt Platz für bis zu 12.000 Wohnungen schaffen könnten – etwa die Hälfte davon mit regulierten Mietpreisen.
Die Debatte um Son Busquets und den Wohnungsbau ist Teil eines größeren Diskurses über die Stadtentwicklung in Palma. Bürgermeister Martínez verteidigt zugleich die lokale Tourismuspolitik, die auf strengere Kontrollen und ein Verbot neuer Ferienwohnungen setzt. Er betont, wie wichtig der Tourismus für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt der Insel ist, kritisiert aber auch illegale Angebote auf Plattformen und fordert Eigentümer auf, ihre Wohnungen lieber dauerhaft zu vermieten.
Insgesamt zeigt sich, dass Wohnraumschaffung und nachhaltige Stadtentwicklung in Palma eng miteinander verknüpft sind und politisches Fingerspitzengefühl erfordern. Son Busquets könnte als Vorbildprojekt dienen, wenn der Ausbau mit den Bedürfnissen der Bevölkerung Schritt hält und das Stadtbild belebt. Der Bürgermeister bleibt dran – mit dem Ziel, vielen Menschen bezahlbaren Wohnraum zu bieten und gleichzeitig den besonderen Charakter Palmas zu bewahren.
Quelle: Agenturen





