Kloster von Veruela: Spaniens Hundertstes Parador-Hotel

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Im Herzen der aragonesischen Landschaft wird das ehrwürdige Kloster Veruela bald das hundertste Parador-Hotel Spaniens. Das in der Provinz Zaragoza gelegene ehemalige Zisterzienserkloster, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert reichen, steht exemplarisch für die gelungene Verbindung von Historie und zeitgenössischer Kunst.

Die Umwandlung des von Mauern umgebenen Komplexes in ein luxuriöses Staatshotel ist ein Prestigeprojekt der Kette Paradores de Turismo. Es wird nicht nur das fünfte Parador in Aragón, sondern avanciert mit rund achtzig Zimmern und einem großen Veranstaltungsraum zu einem neuen kulturellen Anziehungspunkt. Trotz wiederholter Verzögerungen und eines bislang fehlenden Eröffnungstermins gestaltet Paradores einen „museo habitable“: Ein bewohnbares Kunstmuseum, in dem die Werke als Herzstück dienen.

Im Fokus stehen Stiche von Francisco de Goya, insbesondere aus der geheimnisvollen Reihe Los Disparates.
Eine Hommage an die Brüder Bécquer – der Dichter Gustavo Adolfo und der Maler Valeriano, die das Kloster einst prägten – wird in zeitgenössischen Kunstwerken und Installationen wie Rima VII von Pamen Pereira spürbar.
Arbeiten von namhaften Fotokünstlern wie José Manuel Ballester, Bleda y Rosa und weiteren, aber auch Skulpturen und Bilder aktueller Meister, fügen dem historischen Ambiente moderne Akzente hinzu.

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Der spanische Staat investierte seit 2016 über 27 Millionen Euro in dieses ambitionierte Projekt. Die umfassende Restaurierung hat ihre Zeit in Anspruch genommen, doch das Resultat verspricht ein einzigartiges Erlebnis für Kunst- und Geschichtsliebhaber. Wer Goyas Kunst in voller Breite erleben möchte, sollte darüber hinaus einen Besuch der Stadt Zaragoza einplanen.

Mit dem Parador von Veruela setzt Spanien ein Zeichen: Das kulturelle Erbe lebt, wächst und wird für kommende Generationen spannend und lebendig in Szene gesetzt.

Quelle: Agenturen