Die Regionalregierung der Balearen stellt 750.000 Euro bereit, um die Mehrkosten für Dieselkraftstoff der lokalen Fischereiflotte auszugleichen. Diese Maßnahme reagiert auf die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten starken Preissteigerungen für Diesel, die die Rentabilität der Fischerei massiv belasten.
Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt hat eine Ausschreibung veröffentlicht, die sich gezielt an die Berufsfischer richtet. Die Beihilfen werden über den Garantiefonds für Landwirtschaft und Fischerei der Balearen (FOGAIBA) vergeben und sollen die zusätzlichen Betriebskosten für Diesel kompensieren. Diesel ist einer der größten Kostenfaktoren für die Fischereiflotte, weshalb der Preisanstieg direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Fischer hat.
Die Unterstützung basiert auf einer Analyse, die eine Differenz zwischen dem staatlich festgelegten Referenzpreis und den tatsächlichen Dieselpreisen an den Tankstellen der Balearen aufzeigt. Trotz eines staatlichen Zuschusses von 0,20 Euro pro Liter bleiben für die Reeder durchschnittliche Mehrkosten von rund 0,204 Euro pro Liter. Die Regionalregierung gleicht diese Mehrkosten mit einem pauschalen Zuschuss von 0,20 Euro pro Liter aus, der je nach Fischereiverfahren und Schiffslänge in unterschiedlichen Tagespauschalen ausgezahlt wird.
Die Förderbeträge reichen dabei beispielsweise von etwa 30 bis 170 Euro pro Tag für Schleppnetzfischer, während Ringwadenfischer zwischen 8 und 83 Euro erhalten können. Anspruch auf die Beihilfen haben alle Schiffe mit Heimathafen auf den Balearen, die während des Förderzeitraums vom 9. März bis 14. Juni 2026 aktiv waren und im offiziellen Register eingetragen sind. Die maximale Fördersumme liegt bei 40.000 Euro pro Antragsteller.
Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Pakets von Sonderhilfen, mit denen die Regionalregierung insgesamt 160,75 Millionen Euro bereitstellt, um die wirtschaftlichen Folgen des internationalen Konflikts abzufedern. Von diesem Betrag sind 13,5 Millionen Euro für den Primärsektor reserviert, darunter eben die 750.000 Euro für den Zuschuss zum Fischereidiesel.
Das Ministerium wird die Marktentwicklungen und Produktionskosten weiterhin genau beobachten, um die Hilfen flexibel an die Bedürfnisse der Branche anzupassen und so die Zukunft der Fischerei auf den Balearen zu sichern.
Quelle: Agenturen





