Die Regionalregierung hat ein Förderprogramm in Höhe von 750.000 Euro aufgelegt, um die Landwirte auf den Balearen für die gestiegenen Preise für Agrardiesel zu entschädigen. Dabei wird ein Zuschuss von 0,10 Euro pro Liter Kraftstoff gewährt, der zwischen dem 1. März und dem 30. Juni dieses Jahres gekauft wurde.
Die Ausschreibung, die vom Garantiefonds für Landwirtschaft und Fischerei der Balearen (Fogaiba) verwaltet und vollständig aus regionalen Mitteln finanziert wird, wurde am Dienstag (08.09.2026) im Amtsblatt der Balearen (BOIB) veröffentlicht, wie das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt mitteilte.
Die Regionalregierung führt den außergewöhnlichen Anstieg der Kraftstoffpreise auf die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf die Energiemärkte zurück.
Der Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Natur, Joan Simonet, erklärte, diese Beihilfen zielten darauf ab, „eine der Kosten, die für die Landwirte am stärksten gestiegen sind“, abzufedern und dazu beizutragen, die Rentabilität der Betriebe zu sichern.
Anspruchsberechtigt sind natürliche oder juristische Personen sowie Zusammenschlüsse, die Inhaber von landwirtschaftlichen Betrieben sind und im regionalen Register für landwirtschaftliche Betriebe eingetragen sind sowie die in der Ausschreibung festgelegten Voraussetzungen erfüllen.
Zu den spezifischen Bedingungen gehört, dass die Betriebe vorrangigen Status haben oder im Jahr 2025 oder 2026 Ausgleichszahlungen für Berggebiete oder Gebiete mit besonderen Einschränkungen erhalten haben müssen.
Zum Nachweis des Kraftstoffverbrauchs müssen die Antragsteller die entsprechenden Rechnungen vorlegen, aus denen sowohl die Art des Kraftstoffs als auch die Anzahl der gelieferten Liter hervorgeht.
Die Antragsfrist beginnt diesen Mittwoch und läuft bis zum kommenden 2. Oktober. Die Bearbeitung muss vollständig auf elektronischem Wege erfolgen.
Über die Anträge kann einzeln in der Reihenfolge ihres Eingangs entschieden werden, sofern ihnen alle erforderlichen Unterlagen beigefügt sind. Sollten die zur Verfügung stehenden 750.000 Euro vor Ablauf der Frist aufgebraucht sein, wird die Gewährung neuer Beihilfen ausgesetzt.
Diese Förderlinie ist mit der außerordentlichen staatlichen Beihilfe vereinbar, die ebenfalls zum Ausgleich der gestiegenen Preise für Agrardiesel bestimmt ist, sowie mit anderen Subventionen für denselben Zweck. In jedem Fall darf der kumulierte Betrag 70 % der außerordentlichen Kosten, die sich aus der Krise im Nahen Osten ergeben, nicht überschreiten.
Die Wirksamkeit der Beihilfen hängt davon ab, dass die Europäische Kommission die Regelung für mit dem Binnenmarkt vereinbar erklärt. Fogaiba hat die Ausschreibung bereits in Brüssel angemeldet, damit diese geprüft werden kann.
Quelle: Agenturen





