Die Balearen setzen wichtige Impulse zur Förderung nachhaltigen Tourismus durch die gezielte Verwendung der Mittel aus der Ökosteuer. Mit einem Gesamtbudget von rund 200 Millionen Euro für die Jahre 2026–2027 werden zahlreiche Projekte finanziert, die vor allem den Wasserkreislauf und den Umweltschutz stärken sollen.
Mehr als die Hälfte der Mittel, genau 53 %, fließt in Wasser- und Umweltmaßnahmen. Für den Bereich Wasser sind 39,8 Millionen Euro vorgesehen, die unter anderem dem Ausbau von Entsalzungsanlagen, der Verbesserung von Kläranlagen und der Reduzierung von Wasserverlusten durch Leckagen dienen. Im Umweltschutz werden 66 Millionen Euro investiert, wobei Projekte wie „Posidonia 2030“ und Maßnahmen im Nationalpark Cabrera besondere Schwerpunkte bilden.
Darüber hinaus fließen 18,6 % des Budgets in den Schutz und die Wiederherstellung des historischen und kulturellen Erbes der Inseln. Bedeutende Investitionen erfolgen in Denkmäler, Ausgrabungsstätten und Kulturzentren auf Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera. Weitere 14,3 % sind für verantwortungsvollen Tourismus und die Bekämpfung illegaler Aktivitäten vorgesehen, darunter Maßnahmen zur verstärkten Polizeipräsenz und Videoüberwachung in touristisch stark frequentierten Gebieten.
Die Aufteilung der Mittel zeigt eine klare regionale Verteilung: Mallorca erhält mit 113,8 Millionen Euro den größten Anteil, gefolgt von Ibiza, Menorca und Formentera. Die Projekte werden von der Regionalregierung, den Inselräten und den Gemeinden verwaltet, wobei strengere Vorgaben zur fristgerechten Umsetzung eingeführt wurden, um Verzögerungen zu vermeiden.
Minister Jaume Bauzà betont, dass die Ökosteuer nun ein wirksames Instrument für nachhaltige Investitionen darstellt, das strukturelle Bedürfnisse der Bevölkerung adressiert. Eine Erhöhung der Steuer wird derzeit nicht angestrebt, sondern die Effizienz der Mittelverwaltung steht im Fokus.
Mit dieser strategischen Nutzung der Ökosteuer setzen die Balearen ein deutliches Zeichen für nachhaltigen Tourismus, der Umweltschutz, kulturelles Erbe und soziale Verantwortung in Einklang bringt – ein Modell, das zukunftsweisend für die gesamte Region sein kann.
Quelle: Agenturen





