In Ostspanien steht ein markantes Herbstwetter mit heftigen Regenfällen und Gewittern bevor, das bereits letzte Woche angekündigt wurde. Eine kräftige Kaltfront zieht über die Region und verstärkt sich über dem ungewöhnlich warmen Mittelmeer, was zu intensiven Wetterphänomenen führt. Besonders betroffen sind die Küstengebiete, wo plötzlich große Regenmengen, Hagel und sogar Wasserhosen drohen.
Die stärksten Regenfälle werden zunächst in Katalonien erwartet. Schon am Dienstagnachmittag (08.09.2026) setzen einzelne Gewitter ein, doch am Mittwochmorgen verstärken sich die Niederschläge deutlich durch das Zusammentreffen verschiedener Windströmungen. In den Pyrenäen von Girona, im Vorgebirge von Barcelona und an der Küste von Tarragona können binnen kurzer Zeit über 50 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Dies geht einher mit der Gefahr von großem Hagel, starken Windböen und plötzlichen Überschwemmungen in Schluchten und Flussbetten.
Über dem Meer, zwischen den Balearen und Katalonien, besteht zudem die Möglichkeit, dass sich organisierte Gewittersysteme bilden, die Wasserhosen an der Küste hervorrufen können – eine seltene, aber gefährliche Erscheinung.
Am Nachmittag breiten sich die unbeständigen Wetterverhältnisse auf die Balearen aus, mit Fokus auf Mallorca und Menorca. Dort sind ebenfalls starke Schauer, Hagel und Windböen möglich, begleitet von der Gefahr plötzlicher Wasseranstiege in sogenannten Barrancos, den trockenen Flussbetten. In der Region Valencia trifft das Unwetter vor allem den Süden des Golfs, wo lokal ebenfalls Regenmengen von über 50 Litern zu erwarten sind.
Auch weitere Teile Ostspaniens wie Teruel, der Osten und Südosten von Kastilien-La Mancha, die Region Murcia und der Osten Andalusiens werden von heftigen Schauern heimgesucht. Der spanische Wetterdienst AEMET hat für Barcelona, Girona und die Nordküste von Alicante die Warnstufe Orange für erhebliches Risiko herausgegeben, für Alicante speziell für Gewitter.
Nach dem kräftigen Regen am Mittwoch zieht das Tiefdruckgebiet rasch weiter. Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter wieder, und eine ruhigere Phase mit langsam steigenden Temperaturen setzt ein. Diese werden jedoch nicht mehr an die außergewöhnlich hohen Werte der vergangenen Septembertage heranreichen. Die Meteorologen beobachten aufmerksam, ob sich langfristig eine weitere Kaltfront ankündigt.
Die Bevölkerung in den betroffenen Regionen wird dringend gebeten, Wetterwarnungen zu beachten und sich auf mögliche Unwetter und Überschwemmungen vorzubereiten.
Quelle: Agenturen





