Längere Warteschlangen an spanischen Flughäfen ab 7. September

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Ab dem 7. September 2026 tritt eine wichtige Veränderung für Reisende an den stark frequentierten Flughäfen Spaniens in Kraft. Die vorübergehende Ausnahmeregelung, die bisher für Entlastung bei der biometrischen Passkontrolle sorgte, läuft aus. Dies bedeutet, dass Passagiere, die von Spanien aus in ein Nicht-Schengen-Land reisen, künftig mit deutlich längeren Wartezeiten rechnen müssen.

Das zentrale Element dieser Umstellung ist das Entry/Exit-System (EES), ein europaweit eingeführtes biometrisches Ein- und Ausreisesystem, das seit Oktober 2025 schrittweise an allen Grenzübergängen der 29 Schengenstaaten aktiv ist. Während zuvor im Falle von übermäßigem Andrang eine Aussetzung der biometrischen Erfassung möglich war, gilt diese Flexibilität ab dem genannten Datum nicht mehr – die elektronische Erfassung von Fingerabdruck und Gesichtsscan wird zwingend.

Für EU-Bürger aus Ländern wie Deutschland ändert sich an der Erfassung selbst wenig, da sie nicht registriert werden müssen. Doch da sie die gleichen Kontrollspuren benutzen wie Reisende aus Nicht-EU-Staaten, profitieren sie nicht von schnelleren Kontrollen und sind indirekt von den längeren Wartezeiten betroffen. Bereits in der vergangenen Sommersaison kam es auf Flughäfen wie Tenerife Sur, Palma, Alicante und Málaga trotz gedrosselter Kontrollen zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden, mit Folgen wie verpassten Flügen und großen Frustrationen.

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Die aktuelle Situation ist daher angespannt: Zehn spanische Flughäfen erreichten bereits Kapazitätsgrenzen, und selbst der Flughafendachverband ACI berichtete zeitweise von Wartezeiten von bis zu fünf Stunden an Spitzenzeiten. Trotz Eingaben großer Airlines, den Start des Systems zu verschieben, bleibt die EU-Kommission bei der vollen Umsetzung, da sie das EES als wirksames Instrument zur Bekämpfung von Identitätsbetrug und Aufenthaltsüberschreitungen wertet.

Reisenden wird dringend empfohlen, ausreichend Zeitpuffer einzuplanen, frühzeitig anzureisen und Umsteigezeiten großzügig zu kalkulieren. Besonders auf regional stark belasteten Flughäfen wie Málaga oder den Baleareninsel-Airports sollte man sich auf verlängerte Kontrollzeiten einstellen. Die spanische Flughafenbetreibergesellschaft Aena bietet zudem aktuelle Informationen zu Wartezeiten online an.

Zusammenfassend markiert der 7. September einen Wendepunkt: Das EES läuft ohne „Sicherheitsnetz“ an, was höhere Belastung an Kontrollstellen bedeutet. Die Herausforderung für Reisende und Behörden ist groß, doch das System verspricht langfristig mehr Sicherheit und Kontrolle im europäischem Grenzraum. Ein bewusster Umgang mit der neuen Situation hilft, unnötigen Stress zu vermeiden und trotz der Umstellungen eine reibungslose Reise zu ermöglichen.

Quelle: Agenturen