Auf Mallorca können knapp 20% gespart werden

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Die Balearenbewohner legen durchschnittlich 19,5 % ihres Einkommens als Ersparnisse beiseite und liegen damit über dem spanischen Durchschnitt von 16,2 %, wie aus dem „IV. Observatorium für Wohnen und Nachhaltigkeit“ der Unión de Créditos Inmobiliarios (UCI) hervorgeht.

Ausgehend vom vom Nationalen Institut für Statistik (INE) veröffentlichten durchschnittlichen Bruttolohn in Spanien und unter Umrechnung in einen ungefähren Nettobetrag wird in dem Bericht berechnet, dass dieser Prozentsatz einer Rücklage von etwa 300 Euro pro Monat entspräche.

Trotz steigender Preise gehört das Sparen weiterhin zu den finanziellen Gewohnheiten der meisten spanischen Haushalte. Laut UCI geben 84,2 % der Bürger an, regelmäßig zu sparen.

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Die Studie zeigt jedoch ein in den Haushalten zunehmend sichtbares Paradoxon: sie sparen mehr als vor einem Jahr, jedoch mit weniger Spielraum und mehr Verzicht. Freizeit, Reisen, Ernährung, Heizkosten und Instandhaltung der Wohnung gehören zu den Posten, bei denen die Bürger in den letzten zwölf Monaten gekürzt haben, um ihr Familienbudget aufrechtzuerhalten.

Obwohl der nationale Durchschnitt bei 16,2 % liegt, gibt es erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Anteils des Einkommens, den die Haushalte ansparen können. Während die Bürger in Kastilien und León durchschnittlich 20,6 % ihres Einkommens für Ersparnisse aufwenden, sinkt dieser Wert auf den Kanarischen Inseln auf 10,8 %, was einer Differenz von fast zehn Prozentpunkten entspricht.

Ebenfalls über dem nationalen Durchschnitt liegen die Region Valencia (20,0 %), die Balearen und La Rioja (19,5 %), das Baskenland (19,2 %) und die Region Murcia (19,1 %). Am anderen Ende der Skala liegen Katalonien (12,1 %), Andalusien (15,3 %), Galicien (15,4 %) und Madrid (15,8 %) sowie die Kanarischen Inseln.

Nach Altersgruppen betrachtet nimmt die angegebene Sparfähigkeit ab dem 35. Lebensjahr schrittweise ab: Sie liegt bei 17,5 % in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen, sinkt auf 14,4 % bei den 45- bis 54-Jährigen und fällt auf 12,6 % bei den 55- bis 65-Jährigen.

„Die Daten deuten darauf hin, dass der Spielraum zum Sparen immer enger wird, je mehr familiäre Verpflichtungen, finanzielle Verpflichtungen und andere wiederkehrende Haushaltsausgaben zunehmen“, erklärten die Experten der Studie.

Die Studie zeigt zudem, dass 78,6 % der Haushalte angeben, im letzten Jahr bestimmte Ausgaben gekürzt oder ganz darauf verzichtet zu haben – eine Zahl, die darauf hindeutet, dass das Sparen für viele Familien nach wie vor eher von einer Anpassung des Konsums abhängt als von einer tatsächlichen Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage.

Wenn es darum geht, das Budget anzupassen, sind Freizeitaktivitäten als Erstes betroffen. 46 % geben an, Ausflüge, Restaurantbesuche oder andere Aktivitäten außerhalb des Hauses reduziert zu haben, während 39 % bei Urlaub oder Reisen gekürzt haben. Der Druck auf das Familienbudget erstreckt sich jedoch auch auf grundlegendere Posten: Jeder dritte Spanier (34 %) gibt an, Ausgaben für Lebensmittel reduziert oder ganz darauf verzichtet zu haben.

Die Einsparungen wirken sich auch auf den Haushalt selbst aus.29 % geben an, die Heizung weniger zu nutzen; 24 % die Klimaanlage und 23 % den Stromverbrauch. Zudem geben 21 % zu, aus finanziellen Gründen auf eine angenehme Temperatur zu Hause verzichtet zu haben.

Mitten in der Rückkehr zum Alltag bleibt das Auffüllen des Kühlschranks weiterhin die alltägliche Ausgabe, die den Spaniern am meisten Sorgen bereitet. Der Einkaufskorb erreicht einen durchschnittlichen Besorgniswert von 6,9 von 10 Punkten und liegt damit vor der Stromrechnung mit 6,4 Punkten.

Danach folgen die Wasserrechnung (5,2), die Hypothekenrate (4,9), die Hausgemeinschaftskosten (4,5) sowie die Raten für andere Kredite, die Gasrechnung und die Internetkosten, die alle 4,4 Punkte erreichen.
Andererseits hält fast die Hälfte der Spanier die Zahlungen für ihre Wohnung für tragbar, wenn auch knapp, während 29 % sie als schwierig oder sehr schwierig (18 %) bezeichnen. Nur 8,6 % geben an, diese ohne Probleme zu bewältigen.

Die Wahrnehmung ändert sich je nach Wohnsituation erheblich. 64 % derjenigen, die bereits Wohneigentum besitzen, halten die Kosten für bequem oder tragbar, gegenüber 36 % derjenigen, die noch keine eigene Wohnung besitzen. Die Ergebnisse deuten auf eine größere finanzielle Belastung bei der Bevölkerung ohne Wohneigentum hin, obwohl die Studie deren konkrete Wohnsituation – Miete, Überlassung oder Zusammenleben mit der Familie – nicht näher erfasst; daher sollte dies nicht als direkter Vergleich zwischen Miete und Hypothek interpretiert werden.

Die Schwierigkeiten sind bei jungen Menschen zudem ausgeprägter. Unter den 25- bis 34-Jährigen halten 51 % die Finanzierung ihrer Wohnung für schwierig oder sehr schwierig, obwohl gerade diese Gruppe angibt, einen größeren Anteil ihres Einkommens zu sparen: nämlich 22 %.

Quelle: Agenturen