94 Prozent spanischer Wohnungen gelten als energieineffizient

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Diese Erkenntnisse stammen aus einem aktuellen Bericht zur Energieeffizienz spanischer Wohnbauten, der von der Datenabteilung des Unternehmens Accumin erstellt wurde. Die Analyse basiert auf sämtlichen in den spanischen Regionen registrierten Energieausweisen, die an das Ministerium für ökologischen Wandel übermittelt wurden.

Das Problem durchzieht ganz Spanien, vom Landesinneren bis zu den Küstenstädten. Die Ursache liegt auf der Hand: Viele Häuser wurden gebaut, bevor Energiestandards eingeführt wurden, während Neubauten mit “grünen Labels” nur einen kleinen Teil des Marktes ausmachen. Für Käufer und Verkäufer wird die Bedeutung dieser Zertifikate steigen, da die Anforderungen an Energieausweise künftig strenger werden.

Wie genau sieht die Energieineffizienz in spanischen Wohnungen aus? Rund 67 Prozent gehören zur Klasse E, gefolgt von 13 Prozent in der Klasse G und 9 Prozent in Klasse F. Lediglich 5,5 Prozent erreichen Klasse D. Am oberen Ende sind die Zahlen noch geringer: 3 Prozent der Wohnungen haben Klasse C, 1,5 Prozent Klasse B und gerade einmal 1 Prozent erreichen Klasse A. Neubauten, die meist in die Klassen A, B oder C fallen, machen nicht einmal 4 Prozent des gesamten Bestands aus. Weitere Details dazu finden sich in einem früheren Bericht zur energetischen Ineffizienz spanischer Wohnungen.

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Regionale Unterschiede sind deutlich: Madrid ist Spitzenreiter mit 69 Prozent zertifizierter Wohnungen, gefolgt von Navarra (58 Prozent), Barcelona (55 Prozent) und Málaga (52 Prozent). Auch Girona, Tarragona, Asturien und andere Gebiete liegen über 40 Prozent. Dagegen fallen mehr als 96 Prozent der zertifizierten Wohnungen in Las Palmas, Castellón und anderen Regionen in die ineffizienten Klassen D bis G.

Ist eine Sanierung sinnvoll? Definitiv. Bei Einfamilienhäusern verringert sich durch Sanierungen der Energieverbrauch um 25 bis 75 Prozent, oft verbunden mit einem Anstieg um ein bis zwei Klassen. Bei Wohnungen können Einsparungen von 10 bis 50 Prozent erzielt werden, doch bürokratische Hürden wie die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft verzögern häufig umfangreiche Maßnahmen.

Bis 2030 muss Spanien den Energieverbrauch von Gebäuden um 26.394 Gigawattstunden reduzieren, um nationale Klimaziele zu erreichen. Dies erfordert die energetische Sanierung von 1,2 Millionen Wohnungen sowie den Austausch von 3,5 Millionen Heizungs- und Warmwassersystemen innerhalb von vier Jahren. Um diese Ziele zu erreichen, muss das Sanierungstempo anderthalb mal so schnell wie in den letzten fünf Jahren werden; für die Klimaneutralität bis 2050 müsste es sogar verzehnfacht werden. Weitere Informationen zu den neuen europäischen Vorgaben für Energieausweise in Spanien helfen Eigentümern bei Unsicherheiten über zukünftige Verkaufs- oder Vermietungsmöglichkeiten.

Quelle: Agenturen